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Wall Street im Stimmungstief: Trumps Zolldrama sorgt für lange Gesichter

TreptowerAlex (CC0), Pixabay
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An der Wall Street herrscht Katerstimmung – und das nicht wegen zu viel Champagner beim letzten Börsengipfel. Donald Trumps neueste Zollpläne sorgen für Unbehagen, und die Konjunkturdaten sind so düster wie ein verregneter Montagmorgen. Ergebnis: Die Börsenkurse taumeln wie ein schlecht getimter Breakdance-Move.

Dow-Jones macht den Rückwärtsgang rein

Der Dow-Jones-Index verabschiedete sich mit einem Minus von 1,7 % auf 43.428 Punkte ins Wochenende. Die Tech-Börse Nasdaq stolperte um 2,2 % auf 19.524 Punkte, und der S&P 500 verlor ebenfalls 1,7 % – anscheinend hat der Optimismus gerade Urlaub genommen.

US-Wirtschaft auf Sparflamme: Der Motor stottert

Ein weiteres Problem: Der US-Wirtschaftsmotor läuft nicht mehr rund. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Februar auf 50,4 Punkte – nicht ganz im freien Fall, aber genug, um Investoren nervös an ihren Krawatten zu zupfen. „Die Unternehmen sind besorgt über alles – von Zöllen über Haushaltskürzungen bis hin zum neuesten geopolitischen Schlamassel“, so S&P-Ökonom Chris Williamson.

Portfolio-Manager Burns McKinney brachte es auf den Punkt: „Bis jetzt haben die Märkte Trumps Zollzirkus ignoriert – aber irgendwann wird der Elefant im Raum einfach zu groß.“

Inflationssorgen und Immobilienkrise: Verbraucher winken ab

Die Verbraucher haben auch nicht mehr viel Lust auf Shopping-Touren. Der Index für das Verbrauchervertrauen fiel auf 64,7 Punkte – als hätte man den Amerikanern mitgeteilt, dass der Super Bowl dieses Jahr ausfällt.

Auch der Immobilienmarkt zeigt sich wenig einladend: Die Verkäufe bestehender Häuser gingen unerwartet stark zurück. „Hypothekenzinsen sind zwar stabil, aber die Preise sind so hoch, dass man sich für eine Drei-Zimmer-Wohnung praktisch eine eigene Zentralbank zulegen müsste“, erklärte Lawrence Yun vom Immobilienmakler-Verband NAR.

Unternehmensdrama: Aktien im freien Fall

Die Aktien von UnitedHealth fielen um satte sieben Prozent, nachdem bekannt wurde, dass das US-Justizministerium die Abrechnungspraktiken des Unternehmens unter die Lupe nimmt. Insider munkeln, dass man dort wohl zu kreativ mit den Rechnungen umgegangen ist.

Auch die IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike musste Federn lassen. Ihre Aktie rauschte um 6,7 % nach unten, nachdem bekannt wurde, dass ein 32-Millionen-Dollar-Deal mit Carahsoft nicht so ganz nach Plan verlief – offenbar hat die US-Finanzbehörde Cybersicherheitsprodukte bestellt, dann aber nie abgeholt.

Ebenfalls auf der Verliererseite: Der Elektroautobauer Rivian. Nach einer unerwarteten Prognose für sinkende Auslieferungen und einem Rückruf von 17.260 Fahrzeugen wegen Scheinwerferproblemen ging es mit der Aktie um fast fünf Prozent bergab. Wer braucht schon funktionierende Scheinwerfer, wenn es ohnehin finster aussieht?

Fazit: Börsianer schnallen die Sicherheitsgurte an

Die Wall Street ist angespannt, die Investoren nervös und die Wirtschaft zeigt erste Schwächezeichen. Ob das nur ein vorübergehender Durchhänger ist oder der Anfang einer größeren Krise – das bleibt abzuwarten. Bis dahin heißt es für die Börsenprofis: Sicherheitsgurte anlegen und hoffen, dass die Fahrt nicht allzu holprig wird.

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