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Vorläufiges Insolvenzverfahren: Strom von oben GmbH

viarami (CC0), Pixabay
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Vorläufiges Insolvenzverfahren: Strom von oben GmbH unter Beobachtung gestellt

Am Amtsgericht Rostock wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der Strom von oben GmbH eingeleitet. Das Unternehmen mit Sitz in Güstrow, vertreten durch Geschäftsführer Steffen Henning, sieht sich einer schwierigen finanziellen Lage ausgesetzt. Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird derzeit geprüft.
Erster Beschluss des Gerichts

Mit einem Beschluss vom 26. November 2024 hat das Insolvenzgericht erste Maßnahmen angeordnet, um das Vermögen der Schuldnerin zu sichern und die Voraussetzungen für ein mögliches Insolvenzverfahren zu prüfen:

Einstellung von Zwangsvollstreckungen: Alle Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen die Strom von oben GmbH werden bis auf Weiteres untersagt, es sei denn, sie betreffen unbewegliche Gegenstände. Bereits begonnene Zwangsvollstreckungen werden ausgesetzt.
Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters: Rechtsanwalt Thorsten Schnoor, mit Kanzleisitz in Waren (Müritz), wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Seine Aufgabe ist es, das Vermögen der GmbH zu sichern, die Vermögensverhältnisse zu prüfen und zu klären, ob die Mittel zur Deckung der Verfahrenskosten ausreichen.

Einschränkungen für die Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Strom von oben GmbH verliert mit sofortiger Wirkung die alleinige Verfügungsbefugnis über das Vermögen des Unternehmens. Alle finanziellen Entscheidungen bedürfen der Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters. Darüber hinaus wurden folgende Maßnahmen angeordnet:

Verbot von Bankverfügungen: Die GmbH darf weder über ihre Bankkonten noch über Forderungen (Außenstände) gegenüber Dritten verfügen. Die Verwaltung dieser Vermögenswerte geht vollständig auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über.
Sicherung von Guthaben und Forderungen: Der vorläufige Insolvenzverwalter ist ermächtigt, Bankguthaben einzuziehen, eingehende Gelder zu verwalten und Sonderkonten zur Vermögenssicherung zu eröffnen. Kreditinstitute wurden verpflichtet, dem Verwalter Auskünfte zu erteilen.
Einsichtnahme und Kontrolle: Der vorläufige Insolvenzverwalter darf die Geschäftsräume der GmbH betreten, Nachforschungen anstellen sowie Einsicht in Geschäftsunterlagen verlangen.

Hintergrund und weitere Schritte

Das Insolvenzgericht prüft aktuell, ob das Vermögen der Strom von oben GmbH ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Parallel dazu soll der vorläufige Insolvenzverwalter sicherstellen, dass keine weiteren Vermögensverluste eintreten.

Die Schuldnerin und ihre Gläubiger haben die Möglichkeit, gegen die Entscheidung des Gerichts Beschwerde einzulegen. Diese muss innerhalb von zwei Wochen schriftlich beim Amtsgericht Rostock eingehen.
Hinweise zur Kommunikation

Für die Abwicklung des vorläufigen Insolvenzverfahrens wurden alle relevanten Parteien aufgefordert, Forderungen oder Zahlungen nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu richten. Rechtsbehelfe können ebenfalls elektronisch eingereicht werden, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen an die elektronische Signatur und Übermittlung erfüllen.
Ausblick

Das vorläufige Insolvenzverfahren markiert den ersten Schritt in einem potenziell langen Prozess, der über die Zukunft der Strom von oben GmbH entscheidet. Der endgültige Beschluss über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird in den kommenden Wochen erwartet. Bis dahin bleibt das Unternehmen unter strenger Aufsicht.

Kontakt zum vorläufigen Insolvenzverwalter:
Rechtsanwalt Thorsten Schnoor
Otto-Intze-Straße 1, 17192 Waren (Müritz)
Telefon: 03991-125144 | Fax: 03991-125146

Amtsgericht Rostock – Insolvenzgericht, 26.11.2024

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