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Vorladung mit Popcorn: Die Clintons müssen ran – Trump klatscht

WikiImages (CC0), Pixabay
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Washington, Oktober wird spannend: In der endlosen Netflix-Serie „Epstein und die amerikanische Elite“ stehen nun zwei neue (alte) Stars auf der Bühne: Bill und Hillary Clinton. Ein republikanisch geführter Ausschuss im Repräsentantenhaus hat sie für eine Aussage vorgeladen – und zwar stilecht kurz vor Halloween. Gruselfaktor garantiert.

US-Präsident Donald Trump, der gerade selbst zwischen Ghislaine-Maxwell-Transfers und Epstein-Akten in heißem Wasser schwimmt, wirft nun lieber mit Schlamm in Richtung der Clintons. „Bill war viel mehr mit Epstein verbandelt als ich“, verkündete er – ganz der besorgte Wahrheitssucher, der er nie war.

Der Ausschuss lädt zur Polit-Show

Ausschussvorsitzender James Comer spart nicht mit Drama: Hillary Clinton soll am 9. Oktober aussagen, Bill fünf Tage später. Nebenbei hat Comer auch gleich das Who’s Who der Justizjahre eingeladen – von Ex-FBI-Chef Comey bis Sonderermittler Mueller. Man könnte fast meinen, es ginge um Aufklärung – oder doch eher um eine Reality-Show mit Subpoena-Twist?

Am 19. August soll Justizministerin Pam Bondi Epstein-Unterlagen liefern. Ob sie das mit Glitzerpapier und Schleife macht, bleibt abzuwarten.

Bill Clinton: Vielflieger mit Fragezeichen

Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht – wenig überraschend – Bill Clinton. Der Ex-Präsident soll 2002 und 2003 mehrfach mit Epsteins Jet geflogen sein. Der Ausschuss zitiert: Clinton habe dabei eine „Massage“ von einem Epstein-Opfer erhalten. (Keine Sorge, es gibt ein Foto – natürlich.)

Dazu der Vorwurf, Clinton habe angeblich die „Vanity Fair“ bearbeitet, einen kritischen Artikel über Epstein zu unterdrücken. Sollte sich das bewahrheiten, wäre es wohl der erste bekannte Fall von Zeitschriften-Zensur in Gucci-Loafern.

Ironie am Rande: Trump, der Saubermann

Während Trump selbst tief in Epstein-Verbindungen und fragwürdige Hafterleichterungen für Ghislaine Maxwell verwickelt ist, gibt er sich jetzt als Aufklärer. Wer braucht Netflix-Dramaturgie, wenn man den US-Kongress als Bühne hat, die Clintons als Zielscheibe und das Publikum mit Popcorn wartet?

Bleibt nur die Frage: Wer schreibt eigentlich das Drehbuch zu dieser Farce – und warum klingt es so sehr nach Wahlkampf?

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