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Von 6 Dollar zum Fitness-Star: Wie Kelly Matsunaga sich einfach selbst neu erfand

EyestetixStudio (CC0), Pixabay
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„Ich hatte 6 Dollar, drei Kinder, keine Karriere – und dann bin ich viral gegangen.“

Wenn man Kelly Matsunagas Leben verfilmen würde, würde man es für übertrieben halten: Eine alleinerziehende Mutter ohne Job, ohne Plan, aber mit einer Yogamatte und einem iPhone – und heute ist sie ein YouTube-Star mit einer halben Million Fans.

Spoiler: Es ist alles wahr.

„Du wirst Mutter. Punkt.“

Kelly wuchs in einer streng religiösen Umgebung auf, wo die berufliche Karriere einer Frau so viel Raum hatte wie der dritte Teller beim Fastenbrechen. In Jacksonville, Florida, lernte sie früh: Du wirst Ehefrau, du wirst Mutter, und dann… war’s das.

Mit 20 heiratete sie, wurde sofort schwanger, und die Ehe? Naja, sagen wir so: romantisch wie ein Steuerbescheid. Nach neun Jahren und drei Kindern sagte sie „Genug ist genug“ – und ging.

Auf dem Konto? 6 Dollar.
Im Herzen? Hoffnung und ein paar Plank-Variationen.

Vom Wohnzimmer zum Online-Fitnessstudio

Im Jahr 2019 zog sie mit den Kindern zu ihren Eltern nach Arizona – genau rechtzeitig zur Pandemie. Statt Netflix und Nervenzusammenbruch entschied sie sich für YouTube und Bauch-Beine-Po.

Die ersten Videos? Chaos pur. Kinder, die durchs Bild liefen, ein schlafender Hund auf der Matte, und sie mittendrin im Schneidersitz. Aber das Internet liebte es.

2021 ging sie offiziell mit ihrer Website Fit By Coach Kel online – mit 10 iPhone-Videos und 30 mutigen Abonnentinnen. Heute folgen ihr fast eine halbe Million Menschen allein auf YouTube, weil: Wer braucht schon ein Tonstudio, wenn man Ehrlichkeit hat?

Barre, Bauchgefühl und Beistand

Kelly kombiniert Ballett, Pilates und jede Menge Mut. Und ja, Barre ist nicht die Bar, an der man Drinks bestellt, sondern ein Workout, bei dem man denkt, man stirbt im Namen der Eleganz.

Aber bei Kelly geht’s um mehr als Körperhaltung – es geht um Selbstvertrauen, Heilung und Zusammenhalt. Frauen schreiben ihr täglich, erzählen von toxischen Beziehungen, von Stress, von Neuanfängen.

„Es ist fast wie Gruppentherapie mit Bauchmuskelkater“, sagt sie.

Arbeiten? Voll okay.

Was sie besonders glücklich macht: Ihre drei Töchter sehen sie täglich arbeiten. Keine „Nur-Mutter“-Narrative, keine Schuldgefühle – einfach ein Vorbild, das zeigt: Arbeiten ist erlaubt. Spaß dabei haben sogar auch.

„Ich will nie, dass sie dastehen wie ich nach der Scheidung – ohne Erfahrung, ohne Geld, abhängig von jemandem“, sagt Kelly.

Heute tanzt sie nicht mehr nur durchs Wohnzimmer, sondern durchs Leben – selbstbestimmt, stark, mit 500.000 Menschen, die ihren Weg feiern.

Moral der Geschichte?

Manchmal reicht ein Handy, ein bisschen WLAN und der feste Glaube daran, dass das eigene Leben noch nicht fertig geschrieben ist.

Und dass Planks dich nicht nur fitter, sondern auch freier machen können.

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