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Vom Finanzminister zum Autoverkäufer – Christian Lindner auf der Suche nach echtem Drehmoment

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Die Anzüge sind geblieben, nur das Parkett ist jetzt aus Beton: Christian Lindner, einst das liberale Gesicht deutscher Finanzpolitik, sitzt nicht mehr im Bundestag, sondern im Showroom. Statt Haushaltspläne präsentiert er heute Leasingmodelle. Und wenn er nun von „Verantwortung“ spricht, meint er nicht mehr den Bundesetat – sondern den Absatz gebrauchter Kompaktwagen.

„Ich wollte nicht bis zur Rente bezahlte Reden halten“, sagt Lindner. Und so tauschte er das Regierungsviertel gegen den Gewerbepark – genauer gesagt: gegen Sandersdorf-Brehna, das beschauliche Herz des Auto-Discount-Geschäfts.

Seine Frau habe ihn schließlich gefragt: „Willst du mit 46 wirklich nur noch auf Konferenzen klatschen lassen?“ – eine Frage, die Lindner offenbar tief traf. Und so kam der Wechsel zur Autoland AG, dem „Auto-Aldi“ von Sachsen-Anhalt, wie ihn mancher liebevoll nennt.

Digitale PS statt politischer Paragrafen

Als stellvertretender Vorstandschef ist Lindner nun verantwortlich für Vertrieb, Marketing und Digitalisierung – also das, was früher Wahlkampf, Talkshows und Social Media war. Nur diesmal geht’s um SUVs, nicht um Subventionen. Und statt Steuererleichterungen verspricht er „mehr Sichtbarkeit und Komfort beim Online-Autokauf“.

In der Mittagspause statt Lobbyessen nun Kantinenschnitzel. Statt Sondierungsgespräche führt Lindner heute Verkaufsgespräche. Und das mit sichtbarer Begeisterung.

Eine Rückkehr in die Politik? „Aktuell nicht auf dem Zettel.“ Schließlich muss jetzt erstmal die KI im Kundenservice ausgerollt werden – und irgendjemand muss die Sommerreifenaktion planen.

Christian Lindner. Ehemals FDP. Jetzt SUV.

 

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