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Vietnam senkt Zölle auf US-Produkte und genehmigt Starlink – im Schatten möglicher Trump-Zölle

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Vietnam hat angekündigt, die Importzölle auf eine Reihe amerikanischer Produkte zu senken und den Betrieb des Satelliteninternetanbieters Starlink von Elon Musks Unternehmen SpaceX testweise zuzulassen. Mit diesen Maßnahmen will das Land offenbar möglichen Strafzöllen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump entgehen, der zuletzt weitreichende Handelsmaßnahmen gegen Länder mit hohen Handelsüberschüssen gegenüber den USA angedroht hatte.

Im vergangenen Jahr belief sich Vietnams Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten auf über 123 Milliarden US-Dollar. Nun versucht das südostasiatische Land, sein Handelsdefizit durch verstärkte Importe und Zollsenkungen abzufedern.

Wie das vietnamesische Finanzministerium am Dienstagabend mitteilte, wird der Zollsatz auf verflüssigtes Erdgas (LNG) aus den USA von 5 % auf 2 % gesenkt. Für amerikanische Autos fällt der Zoll von bisher 45–64 % auf 32 %, und bei Ethanol halbiert er sich von 10 % auf 5 %. Auch der Importzoll auf Ethans wird vollständig abgeschafft. Weitere Zollsenkungen betreffen unter anderem Hähnchenschenkel, Mandeln, Äpfel, Kirschen und Holzprodukte.

Nguyen Quoc Hung, Leiter der Steuerpolitik im vietnamesischen Finanzministerium, erklärte, Ziel der Maßnahmen sei es, das Handelsgleichgewicht mit Partnerländern zu verbessern – insbesondere mit den USA. Obwohl beide Länder eine umfassende strategische Partnerschaft pflegen, existiert bislang kein Freihandelsabkommen.

Obwohl Vietnam noch kein LNG aus den USA importiert, ist das Land im Gespräch mit US-Lieferanten für seine künftigen LNG-Kraftwerke. Die ersten beiden Anlagen sollen ab Juni 2025 ans Netz gehen.

Parallel zu den Zollsenkungen veröffentlichte die Regierung in Hanoi am Mittwoch zudem eine Entscheidung zur testweisen Zulassung von Starlink. Das Satelliteninternet von SpaceX soll demnach in Vietnam probeweise angeboten werden, wobei das Land die vollständige Kontrolle über den Dienst behält. Analysten sehen auch diese Entscheidung als Teil der Strategie, sich gegen mögliche US-Handelsmaßnahmen abzusichern.

US-Präsident Trump hatte angekündigt, am 2. April 2025 Gegenzölle auf zahlreiche Länder zu verhängen – auf Basis von „Reziprozität“. Am Montag hatte er allerdings angedeutet, dass bestimmte Länder Ausnahmeregelungen erhalten könnten.

Ob Vietnam durch seine jüngsten Zugeständnisse einer Aufnahme in die Liste der betroffenen Länder entgeht, bleibt abzuwarten.

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