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Viele Spitzenpolitiker kassieren „Rote Karte“ für ihre Dienstwagen

creozavr (CC0), Pixabay
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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erneut die Dienstwagenflotten von Spitzenpolitikern unter die Lupe genommen – mit ernüchterndem Ergebnis. Eine klare Mehrheit der Ministerinnen und Minister fährt weiterhin Fahrzeuge, die in puncto Klima- und Umweltschutz durchfallen.

Rote Karten für die Bundesregierung

Insgesamt wurden elf Bundesminister bewertet. Das Resultat: Sieben erhielten die „Rote Karte“, weil ihre Dienstwagen den Klimaschutzkriterien der DUH nicht genügen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation kaum verbessert – damals waren es sieben von neun Ministern.

Lediglich wenige Ressortchefs können mit vorbildlicheren Fahrzeugen punkten. Am besten schnitt Umweltminister Carsten Schneider ab, dessen Ministerium auf ein Elektroauto setzt. Dieses erfüllte als einziges Modell alle Vorgaben hinsichtlich CO₂-Ausstoß, Antriebsart und Energieverbrauch.

Länderchefs ebenfalls kritisch bewertet

Auch in den Bundesländern bleibt das Bild gemischt. Besonders schlecht kommt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder davon: Sein Verbrenner-Dienstwagen bildet laut DUH das Schlusslicht. Damit steht er exemplarisch für das Beharrungsvermögen vieler Länderchefs, weiterhin auf große, schwere Verbrennerfahrzeuge zu setzen – trotz politischer Bekenntnisse zur Klimaneutralität.

Kritik der Umweltschützer

Die Deutsche Umwelthilfe zeigt sich angesichts der Ergebnisse deutlich besorgt. „Wer im politischen Alltag den Klimaschutz predigt, sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen“, heißt es in der Bewertung. Die Organisation fordert, dass Dienstwagenflotten von Politikern sofort auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden, um die Glaubwürdigkeit politischer Klimaziele nicht zu gefährden.

Symbolkraft für die Gesellschaft

Die Dienstwagen von Spitzenpolitikern gelten nicht nur als Arbeitsmittel, sondern auch als sichtbares Symbol. Nach Ansicht von Experten senden die Fahrzeuge ein starkes Signal an die Bevölkerung: Wenn die politische Elite weiterhin auf klimaschädliche Verbrenner setze, untergrabe dies die Akzeptanz für den notwendigen ökologischen Wandel im Verkehrssektor.

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