Eine verheerende Schlammlawine hat im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr als hundert Menschen in einer Coltan-Mine unter sich begraben. Das Unglück ereignete sich in der Stadt Masisi in der Provinz Nord-Kivu, nachdem heftige Regenfälle die Erde ins Rutschen gebracht hatten.
Während die Angehörigen in Angst und Hoffnung ausharren, suchen Rettungskräfte weiterhin verzweifelt nach Überlebenden und bergen die Opfer. Polizeisprecher Robert Kasongo bestätigte den Vorfall gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Die Katastrophe reiht sich in eine Serie tragischer Ereignisse in der Region ein. Erst am Dienstag hatte ein ähnlicher Erdrutsch in einem anderen Coltan-Steinbruch in Masisi zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Medienberichten zufolge starben dabei bis zu 200 Menschen.
Schon im Januar hatte ein vergleichbares Unglück dutzende Menschenleben gefordert. Für viele Familien in der Region sind die Minen eine lebenswichtige Einnahmequelle – zugleich aber auch ein Ort ständiger Gefahr.
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