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Vertrieb in der Haftung bei Popppy und Balooony Automaten?

Schaloko (CC0), Pixabay
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Diese Frage kann man nicht so einfach beantworten, denn der Vertrieb geht von „aufklären bis beratungsresistent“.

Beide Gruppen sind vertreten. Eine gruppe die konsequent sagt „Nein, kein weiterer Vertrieb mehr und aufklären lassen von der Staatsanwaltschaft“ und ein anderer Teil sagt „wir verkaufen weiter und sanieren damit ein kriminelles Geschäftsmodell, wovon wir Kenntnis haben“.

Schaut man sich die 2. Gruppe an, dann muss man hier ganz klar von einem haftungsrelevanten Handeln ausgehen, denn wer jetzt diese Automaten noch weiterverkauft, der hat den „Knall noch nicht gehört“. Man kann ein „kriminelles Investment“ nicht nachträglich legalisieren.

Möglicherweise hat genannte 2. Vertriebsgruppe aber ganz andere Motive für ihr Handeln, denn hier denkt man sich möglicherweise, „wem ich helfe, der verklagt mich nicht“.

Das wird nicht funktionieren. Dafür werden dann schon die Rechtsanwälte der Anleger sorgen, spätestens dann, wenn man mitbekommt, dass Herr Hebe kein Geld mehr hat.

Die erste Gruppe kann aus meiner Sicht einer Haftungsklage von Anlegern entspannt gegenüber stehen, denn letztlich war es jener Vertrieb, der geholfen hat, den Vorgang aufzuklären und gesagt hat, „STOP bis hier hin und nicht weiter“.

Mittlerweile haben sich sehr viele Vertriebler bei uns gemeldet und von ihren Erfahrungen mit Frank Hebe erzählt. Jenem Frank Hebe, der sich gerne selber als „Privatier“ bezeichnet hat, so ein Vertriebler in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Im Nachhinein war das wohl alles nur „dick aufgetragen“, keine Substanz dahinter.

Natürlich geht es der Vertriebsgruppe Nr. 1 nun darum, den Anlegern ihr Vermögen zu sichern, zumindest das was noch vorhanden ist. Theoretisch könnte sich das gesamte Konstrukt am Ende ja sogar noch als Schneeball System herausstellen, heißt, man hat mit neuem Geld Verpflichtungen ausgeglichen, wo real gar keine Einnahmen vorhanden waren.

Was zurückbleiben wird, sind geschädigte Anleger und dann möglicherweise auch beratungsresistente Vermittler, die aufgrund von Klagen der Anleger dann selber viel Geld verlieren werden, hin bis zur Privat- bzw. Unternehmensinsolvenz.

1 Komment

  • Was fuer ein Hin und Her.
    Warum wird hier nicht Tacheles geredet?
    Hebe ist ein Abzocker und Betrueger.
    Keiner darf sich Hoffnung machen, auch nur einen Cent zurueckzuerhalten.
    Das fehlende Kapital, das Hebe aus dem Verkauf von nicht gelieferten Automaten akquiriert hat, liegt sicher in der Schweiz.
    Das einzig Richtige ist die sofortige Einschaltung der Staatsanwaltschaft.

    Anmerkung der Redaktion.
    Schon passiert Staatsanwaltschaft Stuttgart hat den Vorgang auf dem Tisch.

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