Wenn es um Sprints geht, hat Max Verstappen offenbar einen Turbo im rechten Fuß und einen Magneten für die Poleposition in der linken Hosentasche.
Beim Qualifying für den Sprint in Austin hat der Niederländer mal wieder gezeigt, warum er bei Red Bull nicht fürs Dosen stapeln bezahlt wird. Mit einer Runde wie aus dem Racing-Lehrbuch schnappte er Lando Norris im letzten Moment die Bestzeit weg – ganze 71 Tausendstel machten den Unterschied. Vielleicht hatte Verstappen einfach das bessere Spotify-Playlist-Timing.
Oscar Piastri, McLarens Goldjunge und aktueller WM-Leader, musste sich mit Rang drei begnügen – sein Rückstand: fast vier Zehntel. Dazwischen: überraschend Nico Hülkenberg, der mit seinem Kick Sauber ganz unbescheiden auf Platz vier raste und wohl kurz überlegte, ob er wirklich in diesem Auto sitzt.
Dritter Sprint, dritte Pole, drittes Mal Max am Maximum?
Ja, es wird langsam langweilig. Aber auf hohem Niveau. Verstappen scheint in Texas die Sprint-Version von Groundhog Day zu leben – immer dasselbe: Pole, Start, Ziel, Sektdusche. Und am Samstag (18:40 Uhr MESZ live in ORF1) könnte es zum dritten Mal in Folge exakt so laufen.
„Sehr guter Tag“ – sagt der Mann, der sehr gute Tage in Serie sammelt
„Guter Job“, sagte Max in gewohnt bescheidener Manier. Die Mischung aus Reifenflüsterer, Windkanalflieger und Streckenorakel scheint mal wieder gepasst zu haben. „Ich bin gespannt auf morgen“, meinte er. Der Rest der Startaufstellung vermutlich eher nicht so.
Helmut Marko mit Lob und Warnung
Red-Bull-Berater Helmut Marko lobte Verstappens dritten Sektor – „unglaublich!“ –, warnte aber zugleich vor der texanischen Chaoskurve Nummer eins: „Da ist viel Platz, und viel Platz heißt in der F1 selten viel Gutes.“ Man darf also auf das Sprint-Ballet gespannt sein.
Tsunoda im Stau – keine Pole, keine Party
Weniger Freudentaumel gab’s bei Yuki Tsunoda. Der arme Mann wurde im Quali zum Opfer der „alle-zur-selben-Zeit-raus“-Strategie. Ergebnis: Stau statt schnelle Runde, Q1-Aus und vermutlich ein Fluchwörter-Rekord im Teamfunk.
WM-Update: Spannung oder Sprint zur Langeweile?
Verstappen ist zwar nicht mehr ganz vorne, aber der Rückstand schmilzt wie ein Eiswürfel auf dem Asphalt von Austin. Mit einem weiteren Sprintsieg könnte der Druck auf McLaren zunehmen – und die Spannung vielleicht doch noch aufkommen, bevor alle nur noch auf die Teamshirts der nächsten Saison schauen.
Fazit:
Verstappen ist schnell, McLaren ist genervt, Hülkenberg ist happy – und wir sind bereit für einen Sprint, der hoffentlich mehr Action bietet als eine Netflix-Dokumentation über Reifenstrategien.
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