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Verschärfte US-Einreisekontrollen: Deutschland, Großbritannien und nordische Länder aktualisieren Reisehinweise

Projekt_Kaffeebart (CC0), Pixabay
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Die verschärften Einwanderungskontrollen unter US-Präsident Donald Trump haben in Europa zu wachsenden Bedenken geführt. Sowohl Deutschland als auch Großbritannien haben daher ihre Reisehinweise überarbeitet. Beide Länder warnen ihre Bürger nun ausdrücklich davor, dass eine gültige Visa- oder ESTA-Genehmigung keinen garantierten Zugang zu den USA bedeutet.

Reisende trotz gültiger Dokumente festgenommen oder abgewiesen

Die aktualisierten Hinweise folgen auf mehrere Vorfälle, bei denen europäische Reisende an US-Grenzen festgenommen oder inhaftiert wurden – trotz gültiger Einreisedokumente. In einigen Fällen wurden Betroffene sogar mehrere Tage lang festgehalten, bevor sie abgeschoben wurden.

Das deutsche Auswärtige Amt untersucht derzeit einen dieser Fälle und hat sein Konsulat in Boston eingeschaltet, um einer noch betroffenen Person zu helfen.

Ein Sprecher des Ministeriums erklärte:

„Die endgültige Entscheidung über die Einreise in die USA liegt bei den US-Grenzbehörden.“

Laut den überarbeiteten Reisehinweisen können falsche Angaben, frühere Vorstrafen oder selbst geringfügige Überschreitungen der Aufenthaltsdauer bei vergangenen Reisen zu einer Festnahme, Abschiebung oder Inhaftierung führen – und das ohne rechtliche Einspruchsmöglichkeit.

Großbritannien warnt vor strikteren Kontrollen

Auch das britische Außenministerium hat seine Reisewarnung verschärft. Es rät nun britischen Bürgern zur äußersten Vorsicht und betont:

„Bei einem Verstoß gegen die Vorschriften kann eine Festnahme oder Inhaftierung drohen.“

Diese Warnungen spiegeln die wachsende Besorgnis in Europa über Trumps verschärfte Visa-Überprüfungen, Grenzkontrollen und Einwanderungspolitik wider. Auch in Kanada und Großbritannien gab es Berichte über Reisende, die in den USA festgehalten wurden.

Trotz gültiger Reisedokumente betonen die Hinweise nun, dass US-Grenzbeamte das letzte Wort haben – und dass es jederzeit möglich ist, dass ein Reisender abgewiesen wird.

Das deutsche Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, Dokumente über ihre geplante Rückreise mitzuführen und sich auf eingehende Befragungen durch die Grenzbehörden vorzubereiten. Wer auf Probleme stößt, solle sich nach der Rückkehr an das US-Heimatschutzministerium wenden.

Nordische Länder warnen trans und nicht-binäre Reisende

Die Sorgen über Trumps restriktivere Einwanderungspolitik gehen jedoch über Einreiseprotokolle hinaus. Laut Newsweek haben auch Dänemark und Finnland ihre Reisehinweise aktualisiert – insbesondere für trans und nicht-binäre Personen.

Da die US-Regierung keine anderen Geschlechtsangaben außer „männlich“ und „weiblich“ anerkennt, warnen die Länder davor, dass Reisende mit einem „X“-Geschlechtseintrag oder nicht übereinstimmenden Geschlechtsangaben im Reisepass Probleme bei der Einreise bekommen könnten.

Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit Trumps neuen Exekutivverordnungen, die die Rechte von trans und nicht-binären Menschen einschränken.

LGBTQ+ Gemeinschaft in den USA besorgt

Die Änderungen betreffen auch trans und nicht-binäre Personen mit Wohnsitz in den USA. Viele haben mittlerweile Angst, das Land zu verlassen, weil sie fürchten, bei ihrer Rückkehr abgewiesen oder schlecht behandelt zu werden.

LGBTQ+ -Organisationen fordern nun von der US-Regierung klare Richtlinien, um betroffene Reisende nicht in Unsicherheit zu lassen.

Ob diese neuen Reisewarnungen den US-Tourismus beeinflussen oder sogar eine Änderung der Einreisepolitik bewirken, bleibt abzuwarten.

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