In den USA sorgt das mysteriöse Verschwinden eines hochrangigen ehemaligen Militärs für Aufsehen. Seit fast drei Wochen fehlt von dem pensionierten Generalmajor William „Neil“ McCasland jede Spur. Die Behörden haben eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet.
Der 68-Jährige wurde zuletzt am 27. Februar in seinem Haus in Albuquerque im Bundesstaat New Mexico gesehen. Seine Ehefrau meldete ihn noch am selben Tag als vermisst, nachdem sie von einem Arzttermin zurückkehrte und ihn nicht mehr antraf. Auffällig: McCasland ließ persönliche Gegenstände wie sein Handy, seine Brille und elektronische Geräte zurück.
Zunächst wurde ein sogenannter „Silver Alert“ ausgelöst, der bei vermissten älteren Personen mit möglichen gesundheitlichen Problemen eingesetzt wird. Zwar hatte McCasland zuvor über eine Art „mentalen Nebel“ geklagt, doch die Ermittler betonen, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass er zum Zeitpunkt seines Verschwindens orientierungslos oder verwirrt gewesen sei.
Die Ermittlungen laufen bislang ins Leere. Trotz intensiver Suche mit Drohnen, Hubschraubern, Spürhunden und zahlreichen Helfern gibt es keine bestätigten Sichtungen. Auch Videoaufnahmen aus der Umgebung liefern bislang keine entscheidenden Hinweise.
Einige Indizien geben dennoch Rätsel auf: Aus dem Haus fehlen unter anderem Wanderschuhe, ein Portemonnaie sowie ein Revolver. Eine gefundene Sweatshirt-Jacke in der Nähe des Wohnorts konnte bislang nicht eindeutig McCasland zugeordnet werden.
Die Ermittler schließen ein Verbrechen derzeit nicht aus, haben aber auch keine konkreten Hinweise darauf. Der Fall wird weiterhin als Vermisstenfall behandelt, mittlerweile unterstützt auch das FBI die Suche.
McCasland gilt als erfahrener Outdoor-Sportler und war regelmäßig in den umliegenden Hügeln unterwegs. Seine militärische Karriere führte ihn unter anderem an die Wright-Patterson Air Force Base, wo er ein milliardenschweres Forschungsprogramm leitete.
Im Internet kursieren inzwischen Spekulationen über mögliche Verbindungen zu geheimen Projekten oder UFO-Forschung. Seine Ehefrau wies solche Gerüchte jedoch entschieden zurück. Zwar habe ihr Mann nach seiner Pensionierung kurzzeitig als Berater im Umfeld eines UFO-Forschers gearbeitet, besondere Kenntnisse über geheime Programme habe er jedoch nicht besessen.
Die Behörden bitten weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Jede Beobachtung könnte entscheidend sein, um das Verschwinden des Generals aufzuklären.
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