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Vermisstenfall Nancy Guthrie: Sheriff räumt Ermittlungsfehler ein – FBI übernimmt

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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 Der Sheriff von Pima County, Chris Nanos, hat im Fall der vermissten Nancy Guthrie (84) eingeräumt, dass seine Behörde die Ermittlungen anfangs nicht optimal geführt habe. Die Mutter der bekannten Today-Moderatorin Savannah Guthrie war am 1. Februar 2026 aus ihrem Haus in der Nähe von Tucson verschwunden – seither laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

„Rückblickend hätte ich wohl früher andere Behörden eingebunden und das Haus länger als Tatort abgesichert“, sagte Nanos auf einer Pressekonferenz am 5. Februar.

Unklare Spurenlage – doch Hinweise auf Verbrechen

  • Nancy Guthrie wurde zuletzt am 31. Januar um 21:48 Uhr gesehen, als ein Familienmitglied sie zu Hause absetzte.

  • Am nächsten Morgen erschien sie nicht zum Gottesdienst – Angehörige meldeten sie als vermisst.

  • Ermittler entdeckten später Blutspuren vor der Haustür, die durch DNA-Analyse Nancy Guthrie zugeordnet werden konnten.

  • Auffällig: Die Türkamera wurde um 1:47 Uhr deaktiviert, Guthries Herzschrittmacher trennte sich kurz darauf von ihrem Smartphone – beides mögliche Hinweise auf ein geplantes Vorgehen.

Tatort freigegeben – später erneut abgesperrt

Zunächst glaubte die Polizei, alle Spuren gesichert zu haben, und gab das Haus an die Familie zurück. Doch Tage später kehrten Ermittler zurück, um weitere Beweise zu sichern. Pressevertreter hatten zuvor ungehindert Zugang zum Grundstück – ein Umstand, der nun kritisch gesehen wird.

„Wir dachten, wir hätten alles Wichtige“, so Nanos. „Aber im Nachhinein war das wohl zu früh.“

FBI schaltet sich ein – Verdacht auf Entführung

Inzwischen behandelt die Polizei den Fall als möglichen Kidnapping-Fall. Auch ein angebliches Lösegeldschreiben soll eine Rolle spielen. Das FBI ist mittlerweile an den Ermittlungen beteiligt, ebenso wie Spezialkräfte aus anderen Behörden.

„Ich musste niemanden anrufen – die Hilfe kam von selbst“, sagte Nanos und bedankte sich beim FBI sowie Präsident Donald Trump, der volle Unterstützung zugesichert habe.

Öffentliche Kritik und Rückendeckung

Während Nanos Selbstkritik übte, nahm der frühere Polizeichef Frank Milstead die örtlichen Ermittler in Schutz:

„Alle wollen, dass Verbrechen so schnell gelöst werden wie ein Tweet – aber so funktioniert das nicht. Wichtig ist, dass jetzt alle Kräfte am richtigen Ort sind.“

Milstead betonte, dass die Aufarbeitung des Falls Zeit brauche, warnte aber auch, dass die Öffentlichkeit nicht alle Details kennen dürfe, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Hoffnung bleibt bestehen

Obwohl bislang kein Täter festgenommen wurde, bleibt die Hoffnung, dass Nancy Guthrie noch am Leben ist. „Ich hoffe nur, dass diese Frau nicht noch weiter zum Opfer gemacht wurde“, so Milstead.

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