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Vance kritisiert Eileen Gu: „Ich würde hoffen, dass sie für die USA startet“

qimono (CC0), Pixabay
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US-Vizepräsident JD Vance hat die Entscheidung der in San Francisco geborenen Freestyle-Skifahrerin Eileen Gu hinterfragt, bei den Olympischen Winterspielen für China anzutreten. Die 22-Jährige, die in Italien bereits zwei Silbermedaillen gewonnen hat, sorgt damit erneut für politische Diskussionen.

In einem Interview mit Fox News sagte Vance am 17. Februar: „Ich denke schon, dass jemand, der in den Vereinigten Staaten aufgewachsen ist, von unserem Bildungssystem sowie von den Freiheiten und Rechten dieses Landes profitiert hat, eigentlich für die Vereinigten Staaten antreten sollte.“ Er fügte hinzu: „Ich werde amerikanischen Athleten die Daumen drücken – und dazu gehören für mich Menschen, die sich als Amerikaner identifizieren.“

Gu, Studentin an der Stanford University, hatte bereits bei den Winterspielen 2022 in Peking drei Medaillen für China gewonnen, darunter Gold im Big Air und in der Halfpipe. Ihre Mutter stammt aus China, ihr Vater aus den USA. In ihrer offiziellen Olympia-Biografie betont sie ihre „multikulturelle Erziehung“ und spricht sowohl Englisch als auch Mandarin fließend.

Staatsbürgerschaft bleibt offen

Das Internationale Olympische Komitee schreibt vor, dass Sportlerinnen und Sportler die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen müssen, für das sie starten. Wer mehrere Staatsbürgerschaften besitzt, darf grundsätzlich wählen, welches Land er oder sie repräsentiert. China erkennt jedoch offiziell keine doppelte Staatsbürgerschaft an. Gu selbst äußert sich nicht öffentlich zu ihrem Staatsbürgerstatus.

„Ich habe keine Ahnung, wie ihr Status genau ist“, sagte Vance. „Das liegt letztlich beim Olympischen Komitee.“

Politische Spannungen im Hintergrund

Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den USA und China, insbesondere in Handelsfragen. Vance leitete die US-Delegation bei den Winterspielen. Bei der Eröffnungsfeier im Mailänder San-Siro-Stadion wurde er nach eigenen Angaben aus Teilen des Publikums ausgebuht. „Ich hatte eine großartige Zeit bei den Olympischen Spielen“, sagte er später und spielte die Reaktionen herunter. In einer Menge von 30.000 Menschen gebe es immer einige, die mit seiner Politik nicht einverstanden seien.

Zugleich verteidigte Vance Präsident Donald Trump, nachdem dieser den US-Freestyle-Skifahrer Hunter Hess öffentlich kritisiert hatte. Hess hatte erklärt, er habe „gemischte Gefühle“, derzeit sein Land zu vertreten. Trump bezeichnete ihn daraufhin als „Verlierer“.

„Wenn Olympiateilnehmer sich politisch äußern, müssen sie mit Gegenwind rechnen“, sagte Vance. „Man ist dort nicht, um politische Statements abzugeben.“

Eileen Gu selbst äußerte sich bislang nicht zu den Kommentaren des Vizepräsidenten. Sportlich bleibt sie jedoch eine der erfolgreichsten Athletinnen dieser Spiele – unabhängig von den politischen Debatten um ihre Nationalität.

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