Beim Start vom Bangor International Airport im US-Bundesstaat Maine ist am Freitagabend (Ortszeit) ein Privatjet mit acht Personen an Bord abgestürzt. Das bestätigte die US-Luftfahrtbehörde FAA gegenüber USA TODAY. Die Maschine, ein Bombardier Challenger 600, ging laut ersten Angaben beim Abheben in Flammen auf.
Wie die Polizei von Bangor mitteilte, sind Rettungskräfte weiterhin im Einsatz, um die Absturzstelle zu sichern und mögliche Überlebende zu bergen. Zum Zustand der Insassen wurden zunächst keine offiziellen Angaben gemacht. Die Startbahn wurde gesperrt, der Flughafen bleibt vorerst geschlossen.
Schwierige Bedingungen durch Schneesturm
Der Absturz ereignete sich am Freitag gegen 19:45 Uhr (Ortszeit) – mitten in einem massiven Wintersturm, der aktuell große Teile der Ostküste der USA lahmlegt. Laut Nationalem Wetterdienst herrschten zum Unfallzeitpunkt in Bangor Schneefall, schlechte Sichtweiten von unter einem Kilometer, Temperaturen um –16 °C und starker Wind aus Nordost. Ein Wintersturm-Warnung für die Region gilt weiterhin bis einschließlich Samstag.
Laut AccuWeather hatte der Schneefall etwa zwei Stunden vor dem Unglück begonnen und nahm rasch an Intensität zu. Experten vermuten, dass Wetterbedingungen beim Startvorgang eine Rolle gespielt haben könnten, doch offizielle Ursachen werden derzeit noch ermittelt.
Jet kam aus Houston – Eigentümer unklar
Der Jet war laut Flugverfolgungsdiensten kurz zuvor aus Houston, Texas, in Bangor gelandet. Offenbar sollte er nach kurzem Aufenthalt wieder starten. Die Maschine ist seit April 2020 im Einsatz. Laut FAA-Unterlagen ist der Jet auf eine Firma registriert, die sich eine Adresse mit der texanischen Anwaltskanzlei Arnold & Itkin teilt – ob ein direkter Zusammenhang besteht, ist unklar.
Die FAA und die US-Transportsicherheitsbehörde (NTSB) haben Ermittlungen aufgenommen. Auch die Maine State Police unterstützt die Untersuchungen vor Ort.
Weitere Informationen zum Zustand der Insassen werden im Laufe des Tages erwartet.
Hintergrund:
Der Bangor International Airport liegt rund 200 Kilometer nordöstlich von Portland und verfügt über eine einzelne Start- und Landebahn. Er wird sowohl zivil als auch militärisch genutzt und ist ein wichtiger Zwischenstopp für transatlantische Flugrouten – vor allem bei widrigen Wetterbedingungen.
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