Das US-Außenministerium hat die Reisewarnstufe für Grenada am 5. Januar auf „Level 2: Erhöhte Vorsicht“ angehoben. Hintergrund ist eine Zunahme von gewalttätigen Verbrechen auf der bei Tourist:innen beliebten Karibikinsel.
In der offiziellen Mitteilung heißt es:
„Gewalttaten können überall in Grenada vorkommen. Amerikanische Staatsbürger wurden Opfer von bewaffneten Raubüberfällen, Körperverletzungen, Einbrüchen und Vergewaltigungen. In einigen Fällen kamen US-Bürger ums Leben.“
Zudem wird auf die teils langsamen Reaktionszeiten der Polizei hingewiesen – ein Umstand, der sich deutlich von den Erwartungen vieler US-Reisender unterscheidet.
Verhaltenshinweise für Reisende
Das Außenministerium empfiehlt allen, die nach Grenada reisen, folgende Vorsichtsmaßnahmen:
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Unauffälliges Verhalten in der Öffentlichkeit
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Ständige Aufmerksamkeit für die Umgebung
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Keine Tür öffnen, wenn man den Besucher nicht kennt
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Registrierung im kostenlosen Smart Traveler Enrollment Program (STEP)
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Abschluss einer Reiseversicherung
Einst sicher, jetzt mit Warnhinweis
Noch 2025 galt Grenada laut Reiseplattform Always All-Inclusive als eine der 10 sichersten Karibikdestinationen. Die aktuelle Heraufstufung auf Level 2 – in einem System von 1 (normal) bis 4 (nicht reisen) – stellt somit eine signifikante Verschlechterung der Sicherheitslage dar.
USA TODAY hat die Tourismusbehörde Grenadas um eine Stellungnahme gebeten, bisher jedoch keine Antwort erhalten.
Weitere Informationen und individuelle Bewertungen
Das US-Außenministerium stellt auf seiner Website länderspezifische Reisehinweise zur Verfügung. Die vier Warnstufen sollen Bürger:innen helfen, Risiken besser einzuschätzen und entsprechend vorbereitet zu reisen.
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