Die umstrittene republikanische Abgeordnete aus Georgia hat den US-Militäreinsatz in Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro scharf kritisiert. Sie sieht darin einen klaren Bruch mit Trumps einstiger „America First“-Doktrin. „Ich bin es leid, dass Washington immer denselben alten Plan verfolgt – einen, der Großkonzernen, Banken und der Ölindustrie dient, aber nicht dem amerikanischen Volk“, sagte sie im US-Fernsehen.
Zwar begrüßte sie den Sturz Maduros aus menschlicher Sicht, stellte aber infrage, ob der Einsatz tatsächlich mit Drogenbekämpfung zu tun habe – wie Trump behauptet. Wenn es Trump wirklich um Drogen ginge, „würde er sich um die mexikanischen Kartelle kümmern“, sagte sie.
Öl statt Prinzipien?
Trump verteidigte den Militäreinsatz und betonte, es gehe darum, „gute Nachbarn, Stabilität und Energie“ zu sichern. Venezuela verfüge über enorme Ölvorkommen, die man „schützen“ müsse – für die USA und für die Welt. Er kündigte an, die Öl-Infrastruktur des Landes für Milliarden wieder aufzubauen – finanziert durch US-Konzerne, die später entschädigt würden.
Widerstand in Trumps eigener Partei
Kritik kam nicht nur von Demokraten, sondern auch von republikanischen Abgeordneten. Ein Abgeordneter aus Kentucky fragte sarkastisch, warum im 25-seitigen Maduro-Anklagedokument „kein Wort über Fentanyl oder gestohlenes Öl“ stehe.
Die Abgeordnete, die nach einem öffentlichen Bruch mit Trump ihren Rückzug aus dem Kongress angekündigt hat, sagte zum Ende ihrer Amtszeit: „Unsere Nachbarschaft sind die 50 Bundesstaaten – nicht Südamerika.“ Ihr Bruch mit Trump habe begonnen, als sie mehr Transparenz in der Epstein-Akte forderte. „Dass mich der Präsident deswegen als ‚Verräterin‘ beschimpft, ist nicht akzeptabel.“
Fazit: Die Venezuela-Offensive bringt nicht nur internationale Kritik, sondern auch Brüche in Trumps republikanischer Basis – und lässt eine zentrale Frage offen: Dient „America First“ noch den Menschen – oder nur noch dem Öl?
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