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USA, 2025: McCarthy ruft an – er will seine Methoden zurück

Pexels (CC0), Pixabay
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Was klingt wie eine Neuauflage von „Hexenjagd – das Musical“, ist leider politische Realität: In Washington verteilt die American Accountability Foundation (AAF) keine Kekse, sondern schwarze Listen. Angeblich sollen damit US-Beamte enttarnt werden, die es gewagt haben, Trumps Agenda nicht mit der Begeisterung eines evangelikalen Cheerleaders zu unterstützen.

Die Organisation, gegründet 2020 von Tom Jones – nein, nicht der Sänger, sondern ein ehemaliger republikanischer Strippenzieher – erklärte einst gegenüber Fox News, ihr Ziel sei es, „eine Handvoll Sand in die Zahnräder der Biden-Regierung zu werfen“. Nun, Biden ist weg, die Zahnräder gehören Trump – und Jones wirft jetzt offenbar Beamte hinein.

Seit Oktober füttert die AAF die Öffentlichkeit mit „Watchlists“:

  • Erst Immigrationsexperten im Heimatschutzministerium – weil sie anscheinend lieber Gesetze anwenden als Mauern bauen.
  • Dann Beamte im Bildungsministerium – vermutlich weil sie Schülern beibringen, dass die Erde keine Scheibe ist.
  • Und schließlich Diversitätsbeauftragte – für den schockierenden Skandal, dass sie Diversität fördern.

Die Liste ist garniert mit Fotos, Namen und der digitalen Auslage von angeblichen „linken Verfehlungen“ wie Spenden an Demokraten oder der Unterstützung von Hilfsorganisationen. In einer funktionierenden Demokratie wäre das Privatsache – hier gilt es offenbar als Staatsverbrechen.

Bilanz der Hetzjagd:
Von 175 Gelisteten haben mindestens 88 ihren Job verloren oder gleich selbst die Koffer gepackt. Zwei sind ins Ausland geflohen. Wer bleibt, darf sich über aufgeschlagene Fenster, Drohanrufe oder Polizeischutz freuen – quasi die US-Beamten-Willkommensprämie 2025.

Rechtlich können die Betroffenen kaum etwas tun – die AAF bewegt sich haarscharf im legalen Bereich, so wie ein Taschendieb, der behauptet, er habe nur „die Brieftasche geliehen“.

Besonders charmant: Die AAF bietet an, Namen von der Liste zu streichen – unter einer Bedingung: Man muss erst kündigen. Eine Art „Austrittsprämie“ aus der Demokratie.

Finanziert wird das Ganze aus der konservativen Zauberkiste: Heritage Foundation, „Dark Money“-Fonds und Freunde von Trumps Beratercrew sorgen dafür, dass der Strom der Denunziationen nicht versiegt.

McCarthy hätte vermutlich applaudiert – und vielleicht gleich einen Ehrenmitgliedsausweis beantragt.


 

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