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US-Richter verpflichtet Google zu mehr Wettbewerb im Play Store

Daniel_B_photos (CC0), Pixabay
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Ein US-Richter hat gestern eine wegweisende Entscheidung gegen Google getroffen und das Unternehmen dazu verpflichtet, den Wettbewerb in seinem Play Store zu erhöhen. Der Bundesbezirksrichter James Donato aus San Francisco ordnete an, dass Google es ermöglichen muss, auch Android-Apps von konkurrierenden Anbietern in seinem Play Store anzubieten. Dies bedeutet, dass alternative App-Vertriebs- und Zahlungssysteme von Drittanbietern für Android-Nutzer zugänglicher werden sollen.

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist ein Rechtsstreit, den der Spieleentwickler Epic Games gegen Google angestrengt hatte. Im Dezember hatte eine Jury zugunsten von Epic Games entschieden und festgestellt, dass Google seine dominierende Stellung auf dem Markt für App-Verteilung und -Zahlungen missbraucht hat. Insbesondere wurde Google vorgeworfen, durch die Kontrolle des Play Stores den Wettbewerb rechtswidrig zu behindern. Dies betrifft vor allem die eingeschränkte Möglichkeit, alternative App-Store-Modelle oder Zahlungsmethoden auf Android-Geräten zu nutzen.

Epic Games, bekannt durch das populäre Spiel Fortnite, warf Google vor, hohe Gebühren für In-App-Käufe zu erheben und Konkurrenten den Zugang zu blockieren. Diese Praktiken wurden nun durch das Urteil als wettbewerbswidrig eingestuft. Die Entscheidung könnte weitreichende Konsequenzen für den digitalen Markt haben, da sie Unternehmen zwingt, ihre Plattformen für mehr Konkurrenz zu öffnen und alternative Zahlungsmodelle zuzulassen.

Eine Stellungnahme von Google oder dessen Muttergesellschaft Alphabet blieb bislang aus. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Google rechtliche Schritte gegen diese Entscheidung prüfen wird. Der Fall könnte den Wettbewerb in der App-Wirtschaft grundlegend verändern und einen bedeutenden Präzedenzfall für andere Plattformen wie Apple setzen, die ebenfalls wegen ihrer restriktiven Praktiken in der Kritik stehen.

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