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US-Regierung streicht Anreiz für Start-Stopp-Systeme in Autos

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump schafft eine bisherige Gutschrift für Autohersteller ab, die sogenannte Start-Stopp-Systeme in ihre Fahrzeuge einbauen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Lockerung der amerikanischen Abgas- und Verbrauchsvorschriften.

Start-Stopp-Systeme schalten den Motor automatisch ab, wenn ein Fahrzeug etwa an einer Ampel steht, und starten ihn wieder, sobald der Fahrer weiterfahren will. Ziel ist es, Kraftstoff zu sparen und Emissionen zu senken. Die Technologie wurde bereits in den 1970er-Jahren erstmals eingesetzt, setzte sich jedoch vor allem ab 2012 stärker durch, nachdem die Umweltbehörde EPA unter Präsident Barack Obama Herstellern dafür Emissionsgutschriften gewährte.

Nach Angaben der aktuellen Regierung wird diese Sonderregelung nun gestrichen. Zwar bleibt es den Herstellern weiterhin freigestellt, die Technik zu verbauen. Der finanzielle Anreiz über das Verbrauchsrecht entfällt jedoch.

EPA-Chef Lee Zeldin bezeichnete das Start-Stopp-System als „nahezu universell unbeliebt“. Viele Autofahrer empfänden die Funktion als störend, zudem belaste sie die Fahrzeugbatterie, ohne einen spürbaren Umweltnutzen zu bringen, so die Argumentation der Regierung. Auch Verkehrsminister Sean Duffy erklärte, man wolle Fahrzeuge wieder erschwinglicher machen und unnötige Vorgaben abbauen.

Kritiker sehen in der Entscheidung hingegen einen weiteren Schritt beim Abbau von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor.

Wie sich Start-Stopp-Systeme auf den Kraftstoffverbrauch ausgewirkt haben, zeigen EPA-Daten für das Jahr 2023: Toyota erreichte durchschnittlich 27,5 Meilen pro Gallone (mpg), Honda 30 mpg, BMW 27,6 mpg, Hyundai 29,8 mpg und Mercedes-Benz 27,5 mpg. Hersteller wie Ford und General Motors lagen mit rund 23 mpg darunter. Seit 2018 verzeichneten mehrere Marken Verbesserungen ihrer Durchschnittswerte.

Ob die Streichung der Gutschrift langfristig zu einem Rückgang der Technologie führt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Debatte um Emissionsvorgaben und Fahrzeugtechnik bleibt in den USA politisch umstritten.

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