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US-Regierung droht mit Verzögerung bei Rentenanpassung – Senioren müssen länger warten

geralt (CC0), Pixabay
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Normalerweise blicken Millionen älterer Amerikaner jeden Oktober gespannt auf eine der wichtigsten Ankündigungen des Jahres: die Anpassung ihrer Sozialversicherungsrenten (Social Security) an die Inflation. Doch 2025 könnte es anders kommen – wegen des anhaltenden Government Shutdowns in Washington.

Shutdown blockiert Inflationsdaten

Die Rentenanpassung (Cost-of-Living Adjustment, COLA) basiert auf den Inflationswerten des Verbraucherpreisindex (CPI-W) von Juli bis September. Eigentlich wollte die Sozialversicherungsbehörde am 15. Oktober 2025 die Anpassung für 2026 bekanntgeben. Doch fast alle 2.055 Beschäftigten des Statistikamtes (Bureau of Labor Statistics) sind derzeit beurlaubt. Ohne die Veröffentlichung des September-Berichts lässt sich die COLA nicht offiziell berechnen.

Die gute Nachricht: Die Daten für September sind bereits erhoben, sodass die Berechnung nicht verfälscht wird – nur die Verkündung könnte sich verzögern. Rentenzahlungen selbst sind nicht in Gefahr, da Social Security unabhängig vom jährlichen Haushaltsstreit finanziert wird.

Schon einmal kam es zu einer Verzögerung

Das Szenario ist nicht völlig neu. Bereits 2013 wurde die COLA-Ankündigung verschoben – ebenfalls aufgrund eines Shutdowns. Damals kam die Inflationsstatistik erst Ende Oktober heraus, die Rentenanpassung von 1,5 Prozent wurde entsprechend verspätet bekanntgegeben.

Erwartet: 2,8 Prozent mehr Rente

Nach den bisher vorliegenden Daten bis August dürfte die Rentenanpassung 2026 bei etwa 2,8 Prozent liegen. Für den durchschnittlichen Senior, der aktuell rund 1.865 Dollar monatlich erhält, entspräche das einem Plus von gut 52 Dollar.

Doch die Freude könnte schnell getrübt werden: Medicare-Kosten steigen deutlich schneller. Der monatliche Beitrag für die Krankenversicherung Teil B soll 2026 von 185 Dollar auf 206,50 Dollar klettern – ein Sprung um 21,50 Dollar, fast Rekordniveau. Auch die Prämien für Medikamentenpläne (Part D) könnten drastisch steigen – von derzeit 35 auf bis zu 50 Dollar pro Monat.

Belastungsprobe für viele Senioren

Für viele ältere Amerikaner bedeutet das, dass die COLA-Anhebung kaum spürbar sein wird, weil sie direkt von höheren Gesundheitskosten aufgefressen wird. Rentnervertreter berichten von wachsendem Ärger und Verunsicherung: „Die Sorgen um Medicare-Kosten sind enorm – sie stehen ganz oben auf der Liste“, sagt eine unabhängige Analystin.

Fazit

Selbst wenn die Rentenanpassung wegen des Shutdowns verspätet bekanntgegeben wird, bleibt klar: Viele Senioren in den USA sehen steigenden Ausgaben entgegen. Das Plus bei der Rente wird für viele wohl kaum reichen, um die höheren Versicherungs- und Medikamentenkosten auszugleichen.

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