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US-Kletterer Balin Miller mit 23 Jahren am El Capitan tödlich verunglückt

geralt (CC0), Pixabay
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Der amerikanische Extremkletterer Balin Miller ist im Alter von nur 23 Jahren beim Besteigen des legendären El Capitan im Yosemite-Nationalpark ums Leben gekommen. Das bestätigte seine Mutter Jeanine Moorman am Donnerstag in einem Blogbeitrag auf der Website des Familienunternehmens.

Miller hatte die berüchtigte Route „Sea of Dreams“ in Angriff genommen, als sich das Unglück ereignete. „Das ist unvorstellbar. Wir kennen noch nicht alle Details. Was wir wissen, ist, dass die Welt eine außergewöhnliche Seele verloren hat“, schrieb seine Mutter.

Ein Leben für das Abenteuer

Balin Miller galt in der internationalen Kletterszene als aufstrebendes Talent. Er hatte erst im Juni mit der Solo-Begehung der Slovak Direct am Denali (Mount McKinley), dem höchsten Berg Nordamerikas, für Aufsehen gesorgt. Zuvor war er vor allem in Alaska, seiner Heimat, im Eis- und Alpinklettern aktiv.

Er lebte ein nomadenhaftes Leben, oft im eigenen Prius, finanzierte seine Leidenschaft mit Gelegenheitsjobs und teilte seine Abenteuer über Livestreams auf TikTok. In der Szene war er unter dem Spitznamen „Orange Tent Guy“ bekannt – wegen seines auffälligen Zeltes. Auffällig war auch sein Ritual, sich bei Besteigungen silbernen Glitzer ins Gesicht zu malen – „wie ein Krieger vor der Schlacht“, wie er selbst sagte.

Ein charismatischer Freigeist

Seine Mutter beschrieb ihn als „strategisch, neugierig und verspielt, mit einer Energie, die an Robin Williams erinnerte“. Freunde und Kletterkollegen bezeichneten ihn als „wahren Wildcard“, der Licht und Freude verbreitete, wo immer er auftauchte.

El Capitan, die 900 Meter hohe Granitwand im Yosemite-Tal, gilt als einer der berühmtesten Kletterberge der Welt. Durch die Oscar-prämierte Dokumentation Free Solo über Alex Honnolds seilfreien Aufstieg wurde der Felsen weltbekannt.

Miller hatte den Traum, eines Tages selbst eine Route am El Capitan anzuführen – ein Traum, der nun tragisch endete.

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