Das US-Justizministerium (DOJ) hat eine Grand Jury eingesetzt und Letitia James, die Generalstaatsanwältin von New York und langjährige politische Gegnerin von Präsident Donald Trump, per Vorladung aufgefordert, Unterlagen vorzulegen.
Es geht um den Vorwurf, James habe Trumps Bürgerrechte verletzt, indem sie ihn wegen Betrugs verklagte.
Der Bezug besteht zu einem Verfahren, das James gegen Trump gewann – ein Gericht sprach 2024 ein Urteil über 454 Mio. US-Dollar gegen ihn aus (wegen angeblicher Vermögensaufblähung).
Außerdem fordert das DOJ Unterlagen zu einem weiteren Verfahren gegen die National Rifle Association (NRA) an, das James erfolgreich führte.
James’ Büro wirft der Trump-Regierung vor, die Justiz politisch zu instrumentalisieren:
„Jede Politisierung des Justizsystems sollte alle Amerikaner beunruhigen.“
Kritiker sehen die Ermittlungen als Teil einer Vergeltungskampagne gegen Trumps Gegner.
Bereits seit Mai gibt es separate Ermittlungen gegen James wegen angeblichen Hypothekenbetrugs in New York und Virginia.
Vorwürfe stammen u. a. vom Direktor der Federal Housing Finance Agency (FHFA), William Pulte, einem Trump-Verbündeten.
James’ Anwalt Abbe Lowell bezeichnet die Anschuldigungen als haltlos und politisch motiviert.
Ed Martin, konservativer Jurist, wurde als „special attorney“ eingesetzt, um angebliche Politisierungen des DOJ unter der Biden-Regierung zu untersuchen.
Martin ist kein unabhängiger Sonderermittler, sondern muss mit einer US-Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, um Anklagen zu erheben.
Die Ermittlungen betreffen nicht nur James, sondern auch den demokratischen Senator Adam Schiff, einen weiteren prominenten Trump-Kritiker.
Beide sehen sich Vorwürfen des Hypothekenbetrugs ausgesetzt, die zeitlich kurz nach öffentlichen Trump-Angriffen auftauchten.
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