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US-Gesundheitsminister startet Autismus-Forschungsprojekt

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Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat ein umfangreiches Forschungsprojekt zur Autismus-Spektrum-Störung (ASS) gestartet. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen den National Institutes of Health (NIH) und den Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS). Ziel ist es, die Ursachen von Autismus besser zu verstehen.

Aufbau einer umfassenden Datenbank

Im Rahmen des Projekts wird eine Datenbank mit Informationen von Medicare- und Medicaid-Versicherten erstellt, die eine Autismus-Diagnose haben. Dabei werden Abrechnungsdaten, elektronische Patientenakten und Daten von tragbaren Gesundheitsgeräten einbezogen. Das Projekt wird die geltenden Datenschutzgesetze vollständig einhalten.

Forschungsziele und Schwerpunkte

Die Wissenschaftler wollen die Diagnosemuster über die Zeit, die gesundheitlichen Ergebnisse von medizinischen und verhaltensbezogenen Interventionen sowie den Zugang zu Pflege untersuchen. Weitere Schwerpunkte sind die sozioökonomischen Belastungen für Familien und Gesundheitssysteme sowie regionale und demografische Unterschiede bei der Versorgung.

Kontroverse um Ursachenforschung

Kennedy, der früher als Umweltanwalt tätig war, ist bekannt für seine umstrittene Haltung zu Impfstoffen und Autismus. Er glaubt, dass Umweltfaktoren wie Schimmel und Medikamente die steigenden Fallzahlen erklären könnten. Dies steht im Widerspruch zur wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Impfstoffe nicht mit Autismus in Verbindung stehen.

Bedeutung der frühen Diagnose

Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die das Verhalten, die Kommunikation und das Lernen beeinflusst. Es gibt weder eine Heilung noch eine Möglichkeit, die Störung rückgängig zu machen. Experten sind sich jedoch einig, dass eine frühe Diagnose – idealerweise vor dem dritten Lebensjahr – entscheidend ist, um kognitive und soziale Fähigkeiten zu verbessern.

Fazit

Das Projekt soll mehr Transparenz schaffen und Antworten liefern, auf die viele Familien seit Jahren warten. „Wir ziehen den Vorhang zurück, um die ehrlichen Antworten zu liefern, die Familien viel zu lange erwartet haben“, sagte Kennedy. Langfristig könnte die Forschungsplattform auch bei anderen chronischen Krankheiten eingesetzt werden.

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