Der amerikanische Basketballspieler Jarred Dwayne Shaw (34), ehemaliger Spieler der Utah State University und zuletzt aktiv in der indonesischen Basketball-Liga, wurde am 7. Mai wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel verhaftet. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, drohen ihm in Indonesien lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe – üblich ist hier die Erschießung durch ein Erschießungskommando.
Laut Polizei wurde Shaw in seiner Wohnung in Tangerang, nahe der Hauptstadt Jakarta, festgenommen. Dabei stellten die Beamten 132 Stück Cannabis-haltiger Bonbons sicher. Die Ermittler waren durch einen Hinweis der Zollbehörde am Flughafen Soekarno-Hatta auf ein verdächtiges Luftfrachtpaket aus Thailand aufmerksam geworden – jenem Land, das Cannabis im November 2024 entkriminalisiert hatte. Doch in Indonesien bleibt jede Form von Besitz, Konsum oder Einfuhr illegal – mit drastischen Konsequenzen.
Der Polizeichef Ronald Sipayung erklärte, Shaw habe bei der Befragung angegeben, er habe die Bonbons mit anderen Spielern teilen wollen. Insgesamt wogen die beschlagnahmten Drogen rund 870 Gramm, eine Menge, die in Indonesien juristisch besonders schwer wiegt.
Ein Video, das in sozialen Netzwerken kursiert, zeigt Shaw beim Versuch, sich der Festnahme zu entziehen. In Shorts und schwarzem T-Shirt ruft er mehrmals „Help … help!“, während Polizisten ihn abführen.
Shaw spielte seit 2022 für verschiedene Clubs in der Indonesian Basketball League (IBL) und stand zuletzt beim Team Tangerang Hawks unter Vertrag. Deren Manager, Tikky Suwantikno, zeigte sich schockiert: „Wir bedauern zutiefst, was geschehen ist. Der Vertrag mit Shaw wurde sofort beendet.“
Die IBL reagierte hart: Shaw wurde lebenslang gesperrt. Liga-Vorsitzender Budisatrio Djiwandono betonte:
„Drogen haben im Basketball nichts zu suchen – weder auf dem Feld, noch daneben. Wir tolerieren keine Beteiligung an Drogenvergehen.“
Indonesien gilt laut dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) trotz seiner extrem harten Drogengesetze als ein bedeutender Umschlagplatz für internationale Drogenschmuggelnetzwerke. Besonders die junge Bevölkerung des Landes sei ein bevorzugtes Ziel solcher Syndikate.
Laut aktuellen Angaben der indonesischen Behörden befinden sich derzeit etwa 530 Menschen im Todestrakt, darunter 96 Ausländer – fast alle wegen Drogendelikten. Die letzte Hinrichtung wurde 2016 vollzogen.
Shaw äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Bei der offiziellen Vorstellung durch die Behörden trug er eine orangene Gefangenenkleidung, Maske und gefesselte Hände.
Die Ermittlungen laufen – insbesondere zur möglichen Verbindung mit internationalen Drogenringen. Die indonesische Polizei kündigte an, das Netzwerk hinter der Lieferung aus Thailand „kompromisslos aufdecken“ zu wollen.
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