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US-Arbeitsmarkt erholt sich im Februar – aber Unsicherheiten bleiben

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Washington – Die US-Wirtschaft hat im Februar 151.000 neue Jobs geschaffen, wie das Bureau of Labor Statistics am Freitag meldete. Damit verzeichnet der Arbeitsmarkt weiterhin ein solides Wachstum – allerdings nicht ganz so stark wie erwartet.

Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 4,1 %, nachdem sie im Januar noch bei 4,0 % lag. Auch die Erwerbsbeteiligung ging zurück, was auf eine gewisse Zurückhaltung am Arbeitsmarkt hindeutet.

Politische Turbulenzen und Jobverluste im öffentlichen Sektor

Während der Jobzuwachs grundsätzlich positiv ist, werfen aktuelle politische Entwicklungen Schatten auf die Zukunft des Arbeitsmarkts. Die Regierung Trump hat in den letzten Wochen eine Reihe von umstrittenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen vorangetrieben, darunter:

  • Großangelegte Entlassungen im öffentlichen Dienst, insbesondere durch das neu geschaffene „Department of Government Efficiency“ (DOGE)
  • Drastische Kürzungen bei den Bundesausgaben
  • Unklare Handelspolitik mit schwankenden Zollentscheidungen
  • Massenabschiebungen, die wirtschaftliche Unsicherheit schüren

Diese Entwicklungen könnten sich langfristig negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken. Erste Anzeichen dafür gab es bereits im Februar: Während staatliche und lokale Behörden weiterhin Jobs schufen, schrumpfte die Zahl der Beschäftigten auf Bundesebene um 10.000 – darunter 3.500 Stellenverluste bei der US-Post.

Wachstum unter Erwartungen

Zwar übertraf das Februar-Ergebnis die nachträglich nach unten korrigierte Januar-Zahl von 125.000 neuen Stellen – doch Ökonomen hatten eigentlich 160.000 neue Jobs erwartet.

Ob sich der positive Trend fortsetzt oder ob politische Unsicherheiten den Jobmarkt weiter belasten, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Arbeitsmarkt wächst, aber die Warnsignale mehren sich.

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