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US-Abgeordneter zieht Kandidatur zurück – Affäre mit Mitarbeiterin eingeräumt

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der republikanische Kongressabgeordnete aus Texas, Tony Gonzales, hat angekündigt, bei der kommenden Wahl nicht erneut anzutreten. Die Entscheidung folgt auf sein Eingeständnis, eine Affäre mit einer Mitarbeiterin gehabt zu haben – nachdem er entsprechende Vorwürfe zuvor zurückgewiesen hatte. Die Frau, Regina Santos-Aviles, war im vergangenen Jahr durch Suizid ums Leben gekommen.

In einer Erklärung auf der Plattform X teilte Gonzales mit, er habe sich nach „reiflicher Überlegung und mit Unterstützung seiner Familie“ entschieden, nicht erneut für den Kongress zu kandidieren.

Druck aus der eigenen Partei

Zuvor hatten führende Republikaner im US-Kongress öffentlich erklärt, Gonzales solle seine Kandidatur beenden. In einer gemeinsamen Stellungnahme forderten der Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson, Mehrheitsführer Steve Scalise, Mehrheitswhip Tom Emmer sowie die Abgeordnete Lisa McClain, Gonzales solle die Vorwürfe offen gegenüber Wählern und Kollegen klären.

Parallel dazu bereiten Abgeordnete eine ethische Untersuchung gegen Gonzales vor. Das zuständige Ethikkomitee hatte bereits angekündigt zu prüfen, ob der Politiker gegenüber einer Mitarbeiterin sexuelles Fehlverhalten begangen haben könnte.

Affäre zunächst bestritten

Der verheiratete Politiker und Vater von sechs Kindern bestätigte am Mittwoch, dass er eine Beziehung mit der ebenfalls verheirateten Mitarbeiterin Santos-Aviles hatte. Zuvor hatte er die Vorwürfe als „Erpressung“ und „koordinierte politische Attacke“ zurückgewiesen.

Tod der Mitarbeiterin

Regina Santos-Aviles starb im September 2025 in der Nähe ihres Wohnorts in Uvalde im US-Bundesstaat Texas. Nach Angaben der Gerichtsmedizin nahm sie sich das Leben, indem sie sich selbst in Brand setzte.

Gonzales erklärte in einem Interview mit einem konservativen Podcast, der Tod der Frau stehe nicht im Zusammenhang mit der Affäre. Er habe „absolut nichts mit ihrem tragischen Tod zu tun“ und sei von der Nachricht ebenso schockiert gewesen wie andere.

Die Affäre und die anschließenden politischen Konsequenzen haben jedoch erheblichen Druck auf den Abgeordneten ausgeübt – sowohl innerhalb seiner Partei als auch in der Öffentlichkeit.

 

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