Madrid – Spanien steht unter Schock. Nach dem schweren Zugunglück vom frühen Morgen ist die Zahl der Todesopfer nach aktuellen Angaben der Behörden auf 39 gestiegen. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, mehrere davon schwer. Rettungskräfte kämpfen weiterhin unter Hochdruck, während Angehörige verzweifelt auf Nachrichten warten.
Der Zug war auf dem Weg zwischen zwei größeren Städten, als er aus bislang ungeklärter Ursache entgleiste. Waggons wurden ineinandergeschoben, einzelne Fahrzeuge kippten um, Trümmer verteilten sich entlang der Strecke. Augenzeugen berichten von panischen Schreien, Rauch und völliger Orientierungslosigkeit in den ersten Minuten nach dem Unglück.
„Es war ein Bild der Verwüstung“, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Viele Menschen waren eingeschlossen, einige konnten sich selbst befreien, andere mussten mit schwerem Gerät aus den Waggons geborgen werden.“ Zahlreiche Rettungseinheiten, darunter Feuerwehr, Polizei, Militär und medizinische Notfallteams, sind seit Stunden im Einsatz.
Angehörige zwischen Hoffnung und Verzweiflung
In Krankenhäusern der Region wurden Krisenstäbe eingerichtet. Psychologen betreuen Überlebende und Familien der Opfer. Vor den Notaufnahmen versammeln sich Angehörige – manche in Tränen, andere still, die Blicke auf ihre Telefone gerichtet, in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen.
„Wir wissen nur, dass sie in diesem Zug war“, sagte ein Mann leise vor einem Krankenhaus. „Seitdem warten wir.“
Ursachen noch unklar
Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen. Technische Defekte, menschliches Versagen oder äußere Einflüsse werden geprüft. Spaniens Verkehrsministerium kündigte eine umfassende Untersuchung an und versprach vollständige Transparenz. Der Zugverkehr auf der betroffenen Strecke bleibt bis auf Weiteres eingestellt.
Ministerpräsident und Königshaus äußerten ihr tiefes Mitgefühl und riefen eine nationale Trauerphase aus. Aus ganz Europa gingen Beileidsbekundungen ein.
Eine Nation trauert
Das Unglück hat tiefe Spuren im Land hinterlassen. Kerzen, Blumen und handgeschriebene Botschaften wurden an Bahnhöfen niedergelegt. In sozialen Netzwerken teilen Menschen ihr Mitgefühl, viele sprechen von einem „Tag der Dunkelheit“.
Während die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, richtet sich der Blick nun auf die Überlebenden, die teils schwer verletzt sind – und auf die Angehörigen der Toten, deren Leben von einer Sekunde auf die andere unwiderruflich verändert wurde.
Spanien trauert. Und mit ihm ganz Europa.
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