Nach den massiven gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf Iran haben iranische Staatsmedien den Tod von Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Der Oberste Führer sei bei den Angriffen getötet worden, meldeten staatliche und staatsnahe Medien. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Chamenei sei tot, und angekündigt, die Luftangriffe würden „die ganze Woche“ mit schweren Bombardierungen fortgesetzt.
Die Entwicklungen stürzen die Region in eine neue Phase der Unsicherheit: Wer Iran künftig führt, wie die Machtstrukturen reagieren und wie weit die Eskalation noch reicht, ist offen.
Angriffsziel: Regierungswechsel – und Berichte über viele zivile Opfer
Trump deutete an, die Militäroperation ziele darauf ab, die Regierung in Teheran zu stürzen. Iranische Staatsmedien berichteten zudem, ein Angriff habe eine Grundschule für Mädchen getroffen und dabei mehr als 100 Schülerinnen getötet; später wurde die Zahl der Opfer in Berichten auf 118 erhöht. Eine in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation (Human Rights Activists News Agency) sprach von mindestens 133 getöteten Zivilisten landesweit.
Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben aus den vorliegenden Informationen nicht.
„Beispiellose Vergeltung“: Iran attackiert Stützpunkte, Israel und Ziele in der Region
Nach der Bestätigung von Chameneis Tod drohten Irans Revolutionsgarden mit der „schwersten Offensive“ in der Geschichte der Islamischen Republik. Bereits in der ersten Welle wurden nach Angaben aus den Berichten Angriffe auf US-Militärbasen, Israel und weitere Ziele im Nahen Osten gemeldet. In mehreren Ländern sollen Explosionen und Sirenen zu hören gewesen sein – unter anderem in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel.
Die Angriffe trafen auch Infrastruktur: In Dubai und Kuwait sollen Gegenschläge Flughäfen beschädigt haben. Dubai Airports erklärte demnach, es habe „geringfügige Schäden“ gegeben; vier Mitarbeiter seien verletzt und medizinisch versorgt worden. Der Flugverkehr in der Region wurde in Teilen gestört – ebenso Lieferketten, die für den Ölhandel wichtig sind.
Sorge um den Öl-Korridor: Straße von Hormus unter Druck
Mit dem Konflikt wächst die Angst vor Störungen des Öltransports durch die Straße von Hormus, einen strategischen Engpass des globalen Energiemarkts. In den Berichten heißt es, der Schiffs- und Ölverkehr sei bereits beeinträchtigt. Iran kontrolliert diesen Seeweg und verfügt zudem über sehr große nachgewiesene Ölreserven – ein Faktor, der wirtschaftliche Risiken zusätzlich verschärft.
Weitere Tote in der Führung: General Pakpour und Berater Shamkhani bestätigt
Iranische Staatsmedien bestätigten außerdem den Tod weiterer hochrangiger Funktionsträger, darunter Generalmajor Mohammad Pakpour (Chef der Revolutionsgarden) sowie Ali Shamkhani, ein enger Berater Chameneis und eine zentrale Figur im Sicherheitsapparat. In staatlichen Stellungnahmen wurde betont, die Kommandostruktur sei so angelegt, dass Nachfolger rasch benannt würden.
Internet-Ausfall und Ramadan: Alltag unter Ausnahmebedingungen
Nach Angaben von Internet-Monitoring-Experten soll Iran seit den Angriffen weitgehend offline sein. Zugleich fällt die Eskalation in den Fastenmonat Ramadan. Aus Dubai wurde berichtet, Explosionen seien teils zwischen Gebetsrufen zu hören gewesen – ein Hinweis darauf, wie nah der Konflikt an den zivilen Alltag heranrückt.
Reaktionen: Jubel, Trauer – und Proteste in den USA
In Teheran sollen nach ersten Berichten über Chameneis Tod in Teilen der Stadt Jubel und Autokorsos zu hören gewesen sein; zugleich zeigten staatliche Medien regimetreue Trauerkundgebungen mit Fahnen und Parolen. Auch in den USA gingen Menschen auf die Straße – teils um die Angriffe zu feiern, teils um gegen eine militärische Eskalation zu demonstrieren.
Wer führt Iran jetzt?
Ein offiziell benannter Nachfolger ist nicht bekannt. In Iran bestimmt die Expertenversammlung (ein Gremium aus Geistlichen) den nächsten Obersten Führer. In den Berichten werden mehrere mögliche Kandidaten genannt – darunter Chameneis Sohn Mojtaba Chamenei sowie verschiedene hochrangige Kleriker. Trump sagte, es gebe „gute Kandidaten“, behauptete zugleich, er wisse, wer derzeit das Sagen habe, wollte dazu aber keine Details nennen.
Fazit: Mit dem Tod des Obersten Führers, hohen gemeldeten zivilen Opferzahlen, Angriffen auf mehrere Länder und Risiken für Luftverkehr und Ölhandel steht die Region vor einer unübersichtlichen, hochgefährlichen Eskalationsspirale – während Fragen nach Führung, Stabilität und möglicher weiterer Vergeltung offen bleiben.
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