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Unicef-Bericht: Alarmierende Zahl von Kleinkindern leidet unter einseitiger Ernährung

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Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) schlägt Alarm: Weltweit ist jedes vierte Kind unter fünf Jahren von einseitiger Ernährung betroffen. Das entspricht einer erschreckenden Zahl von mehr als 180 Millionen Kleinkindern, die nicht die notwendige Vielfalt an Nährstoffen erhalten, um gesund aufwachsen zu können.

Laut der Unicef-Analyse, die in knapp 100 Ländern durchgeführt wurde, haben Kinder, die sich hauptsächlich von nur zwei Lebensmittelgruppen ernähren – beispielsweise von Reis und Milch -, ein um bis zu 50 Prozent erhöhtes Risiko, an schweren Formen der Mangelernährung zu leiden. Diese kann gravierende Folgen für die körperliche und kognitive Entwicklung der Kinder haben und ihr Immunsystem schwächen, was sie anfälliger für Krankheiten macht.

Die meisten betroffenen Kinder leben den Angaben zufolge in Afrika und Südasien. In diesen Regionen ist die Armut oft weit verbreitet, was den Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung erschwert. Familien fehlen häufig die finanziellen Mittel, um eine vielfältige Ernährung für ihre Kinder zu gewährleisten. Zudem mangelt es an Wissen über die Bedeutung einer abwechslungsreichen Kost für die gesunde Entwicklung von Kindern.

Unicef fordert die internationale Gemeinschaft auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um diesem alarmierenden Trend entgegenzuwirken. Dazu gehören gezielte Ernährungsprogramme, Aufklärungskampagnen für Eltern und die Verbesserung der Lebensbedingungen in den betroffenen Regionen. Nur durch ein entschlossenes und koordiniertes Vorgehen kann sichergestellt werden, dass jedes Kind Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung erhält und die Chance auf eine gesunde Zukunft hat.

Der Bericht unterstreicht auch die Notwendigkeit, die Ursachen von Mangelernährung anzugehen. Dazu gehören nicht nur Armut und fehlende Bildung, sondern auch Faktoren wie der Klimawandel, der die Nahrungsmittelproduktion in vielen Regionen beeinträchtigt, sowie bewaffnete Konflikte, die den Zugang zu Lebensmitteln erschweren.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Weltgemeinschaft jetzt handelt, um das Recht eines jeden Kindes auf eine gesunde Ernährung und ein Leben frei von Hunger zu verwirklichen. Investitionen in die frühkindliche Ernährung zahlen sich nicht nur für die betroffenen Kinder aus, sondern kommen der gesamten Gesellschaft zugute, indem sie die Grundlage für eine gesündere und produktivere Zukunft schaffen.

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