Wenn es um Geldanlage und Finanzen geht, fühlen sich viele Menschen in Deutschland unsicher oder schlecht informiert. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank, bei der rund 2.000 Erwachsene zu ihrem Finanzwissen befragt wurden.
Das Ergebnis: Über ein Drittel der Befragten (34,6 Prozent) stuft das eigene Wissen in Finanzfragen als mangelhaft oder gar nicht vorhanden ein. Besonders alarmierend: Mehr als ein Viertel (26,7 Prozent) gab an, sich überhaupt nicht zum Thema Geldanlage und Finanzen zu informieren – weder durch Medien noch durch Beratungsangebote.
Finanzbildung bleibt Schwachstelle
Die Ergebnisse der Umfrage, die Anfang Juli durchgeführt wurde, legen nahe, dass es in Deutschland weiterhin große Lücken bei der finanziellen Allgemeinbildung gibt. Gerade in Zeiten von Inflation, Zinswende und zunehmender Altersvorsorgeverantwortung sei ein solides Grundverständnis für Geldfragen wichtiger denn je, warnen Expertinnen und Experten.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fühlen sich jedoch von der Komplexität der Finanzwelt überfordert – oder haben schlicht keinen Zugang zu verständlich aufbereiteten Informationen. Dabei können grundlegende Kenntnisse über Sparformen, Zinsen, Risiken und Altersvorsorge entscheidend für die finanzielle Sicherheit im Alltag und im Ruhestand sein.
Appell an Politik und Bildungswesen
Angesichts der Ergebnisse fordern Fachleute seit Langem, das Thema Finanzbildung stärker im Schulunterricht zu verankern – auch, um soziale Ungleichheit im Zugang zu Finanzwissen zu verringern. Denn wer sich auskennt, trifft in der Regel selbstbestimmtere und langfristig sinnvollere Finanzentscheidungen.
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