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Überraschungssieg in Illinois: Stratton gewinnt Vorwahl für den US-Senat

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Die Vizegouverneurin von Illinois, Juliana Stratton, hat überraschend die demokratische Vorwahl für den US-Senat gewonnen. Nach Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmen lag sie deutlich vor ihrem wichtigsten Rivalen, dem Kongressabgeordneten Raja Krishnamoorthi.

Stratton setzte sich damit in einem der teuersten und umkämpftesten Vorwahlrennen des Jahres durch – trotz monatelanger Rückstände in den Umfragen. Rückenwind erhielt sie zuletzt durch die Unterstützung von Gouverneur JB Pritzker, der ihre Kampagne Berichten zufolge mit rund 12 Millionen Dollar förderte.

„Heute haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn man den Menschen zuhört“, erklärte Stratton in ihrer Siegesrede in Chicago.

Klarer Kurs gegen Trump als Erfolgsfaktor

Im Wahlkampf positionierte sich Stratton deutlich gegen die Migrationspolitik von Präsident Donald Trump. Sie forderte offen die Abschaffung der Einwanderungsbehörde ICE – ein schärferer Kurs als der ihres Konkurrenten Krishnamoorthi, der lediglich Reformen anstrebte.

Beobachter werten diese klare Haltung als einen entscheidenden Faktor für ihren späten Aufholprozess.

Gute Ausgangslage für die Hauptwahl

Für die anstehende Senatswahl im November gilt Stratton als Favoritin. In dem traditionell demokratisch geprägten Bundesstaat dürfte sie gute Chancen haben, den Sitz von Dick Durbin zu übernehmen. Der langjährige Senator tritt nach fünf Amtszeiten nicht erneut an.

Die hohe Wahlbeteiligung unterstreicht die politische Bedeutung des Rennens: Mehr als 1,1 Millionen Stimmen wurden in der demokratischen Vorwahl abgegeben – ein außergewöhnlich hoher Wert für ein Zwischenwahljahr.

Historische Dimension möglich

Sollte Stratton im November gewinnen, hätte dies auch historische Bedeutung. Sie wäre erst die sechste schwarze Frau im US-Senat. Gleichzeitig könnte erstmals eine Rekordzahl von drei schwarzen Senatorinnen gleichzeitig im Amt sein.

Der Ausgang der Wahl in Illinois dürfte damit nicht nur für die parteipolitische Kräfteverteilung in Washington relevant sein, sondern auch für die gesellschaftspolitische Entwicklung der USA.

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