Uber bietet seinen Nutzern in Austin, Texas, ab sofort die Möglichkeit, fahrerlose Fahrzeuge von Waymo zu buchen. Damit tritt der Fahrdienstvermittler in direkter Konkurrenz zu Tesla, das in Austin seinen Hauptsitz hat und ebenfalls an autonomen Ride-Hailing-Diensten arbeitet.
Ab Dienstag können Uber-Nutzer in einem 37 Quadratmeilen großen Gebiet in Austin eine vollautonome Elektrofahrzeug-Flotte von Waymo, einer Tochtergesellschaft von Googles Mutterkonzern Alphabet, nutzen. Die Fahrten kosten keinen Aufpreis, und bis zu vier Personen können in einem Waymo Jaguar I-PACE Platz nehmen.
„Wir glauben fest an diese Technologie“, sagte Andrew Macdonald, Senior Vice President für Mobilität und Geschäftsbetrieb bei Uber, gegenüber CNN. „Wenn eine Stadt und ihre Regierung Innovation unterstützen, fördert das den Wettbewerb – und das ist letztlich gut für die Verbraucher.“
Von Rivalen zu Partnern
Uber und Waymo standen sich früher in einem Rechtsstreit um selbstfahrende Technologie gegenüber, sind nun aber Partner. Nicole Gavel, Waymos Leiterin für Geschäftsentwicklung, bezeichnete die Kooperation als „wichtigen Schritt, um unsere sichere, bequeme und nachhaltige autonome Technologie weiter auszubauen“.
Neben Austin plant Uber den Start in Atlanta noch in diesem Jahr. In den nächsten Jahren sollen in beiden Städten Hunderte von autonomen Fahrzeugen unterwegs sein.
Tesla als Wettbewerber – doch Uber setzt auf Partnerschaften
Während Tesla derzeit daran arbeitet, eine Genehmigung für Ride-Hailing-Dienste in Kalifornien zu erhalten, baut Uber sein autonomes Angebot in Austin aus – einer Stadt, die für technologische Innovationen und Start-ups bekannt ist.
Uber hatte in der Vergangenheit bereits versucht, eigene fahrerlose Autos zu betreiben, verkaufte jedoch seine Flotte während der Pandemie an Aurora, ein anderes Unternehmen für autonomes Fahren. Nun setzt das Unternehmen auf Kooperationen mit Waymo und anderen Partnern.
Sicherheitsbedenken und Konkurrenz zum gescheiterten GM-Robotaxi
Die Sicherheit bleibt ein zentrales Thema in der Debatte um autonome Fahrzeuge. Macdonald versicherte, dass Nutzer jederzeit per Knopfdruck Hilfe anfordern können, falls ein Problem auftritt. Waymo-Fahrzeuge sind mit Sensoren ausgestattet, um Unfälle zu erkennen und automatisch zu reagieren.
Dies ist besonders wichtig, nachdem General Motors im Dezember 2024 sein Robotaxi-Programm „Cruise“ nach einer Reihe von Vorfällen einstellte. Ein Unfall in San Francisco im Oktober 2023, bei dem ein fahrerloses GM-Taxi eine Fußgängerin erfasste und 20 Fuß mit sich zog, hatte massive Kritik ausgelöst.
Waymo und Uber sind überzeugt, dass ihre Technologie ausgereifter ist. „Wir erwarten, dass sich der Markt insgesamt vergrößern wird“, sagte Macdonald. „Das ist eine spannende Chance – sowohl für autonome Fahrzeuge als auch für traditionelle Uber-Fahrer.“
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