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Trumps Reformbehörde DOGE nach weniger als einem Jahr aufgelöst – Was dahinter steckt

geralt (CC0), Pixabay
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Die umstrittene „Department of Government Efficiency“ (DOGE), ein zentrales Projekt von US-Präsident Donald Trump zur Reform des Staatsapparats, ist offenbar bereits wieder Geschichte. Nach weniger als einem Jahr im Einsatz wurde die Behörde stillschweigend aufgelöst – das bestätigte nun erstmals ein Regierungsbeamter.

Scott Kupor, Direktor des Amts für Personalmanagement (Office of Personnel Management, OPM), erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Das existiert nicht mehr.“ Auch wenn einige der Ideen weiter in andere Behörden überführt würden, sei DOGE als eigenständige Institution faktisch abgeschafft.

Was war DOGE?

DOGE wurde am ersten Amtstag von Präsident Trump im Januar 2025 durch eine präsidiale Verfügung ins Leben gerufen. Die Behörde sollte Ausgaben reduzieren, Bürokratie abbauen und die Effizienz der Regierung steigern. Technologiemogul Elon Musk – einer der Hauptunterstützer Trumps im Wahlkampf 2024 – war maßgeblich an der Gründung beteiligt und übernahm eine leitende Rolle als „Sonderbeauftragter der Regierung“.

DOGE setzte innerhalb kurzer Zeit drastische Maßnahmen um: Zehntausende Bundesangestellte wurden entlassen, IT-Infrastruktur zentralisiert und zahlreiche Regierungsverträge gekündigt. Gleichzeitig war die Behörde in mehrere juristische Auseinandersetzungen und Proteste verwickelt – etwa durch entlassene Veteranen oder durch Datenschutzaffären rund um Sozialversicherungsdaten.

Warum das schnelle Ende?

Trotz anfänglicher Euphorie scheiterte DOGE an seinen eigenen Ambitionen. Während Elon Musk noch von Einsparungen in Billionenhöhe sprach, bezifferte die Behörde ihre tatsächlichen Einsparungen zuletzt auf 214 Milliarden US-Dollar – weniger als ein Viertel der ursprünglich versprochenen Summe.

Der Bruch zwischen Musk und Trump erfolgte bereits im Mai 2025. Musk verließ die Regierung nach nur vier Monaten im Amt. Grund war ein Streit über Trumps milliardenschweres Steuer- und Ausgabenpaket, das Musk öffentlich als „schädlich für die Zukunft“ kritisierte. Nach Musks Abgang verließ eine Reihe weiterer hochrangiger DOGE-Mitarbeiter die Behörde, wodurch das Projekt weiter geschwächt wurde.

Offizielles Schweigen und institutioneller Übergang

Obwohl Präsident Trump DOGE ursprünglich bis 2026 fortführen wollte, wurde die Behörde schrittweise entkernt. Offiziell gab es keine Mitteilung zur Auflösung – stattdessen übernahm das Personalamt OPM viele der Aufgaben. Kupor erklärte auf der Plattform X: „DOGE existiert zwar nicht mehr als zentrale Behörde, doch die Prinzipien – Deregulierung, Effizienzsteigerung, Abbau von Verschwendung – leben weiter.“

Politische Nachwehen

Die Auflösung von DOGE wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen ambitionierte Reformversuche im US-Regierungssystem konfrontiert sind – insbesondere wenn sie im Eiltempo, ohne Rückhalt der Ministerien und mit polarisierenden Persönlichkeiten wie Elon Musk umgesetzt werden.

Trump selbst hat sich zur Auflösung bislang nicht geäußert. Die Reaktionen in Washington bleiben gemischt: Für einige ist das Ende von DOGE ein Eingeständnis des Scheiterns, für andere ein notwendiger Schritt, um Stabilität zurück in die Bundesbehörden zu bringen.

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