US-Präsident Donald Trump zeigt wieder einmal, wie man große Wirtschaftspolitik mit persönlichem Groll und einer Vorliebe für Drama vermischt. Diesmal im Visier: zwei amerikanische Ikonen – Apple und Mattel. Der Grund? Ihre CEOs haben sich erlaubt, Dinge zu sagen, die Trump nicht gefallen. Die Konsequenz: Zolldrohungen, die so kreativ wie rechtlich fragwürdig sind.
An Apple richtete sich sein Zorn, als CEO Tim Cook ankündigte, künftig iPhones für den US-Markt auch in Indien fertigen zu lassen. Trump, der offenbar ein iPhone „Made in Alabama“ bevorzugt, forderte daraufhin per Social-Media-Salve: Wer ein iPhone in den USA verkaufen wolle, müsse es dort auch bauen – sonst 25 % Strafzoll.
Das Problem dabei: Präsidenten dürfen laut US-Handelsrecht keine Zölle gegen einzelne Firmen verhängen. Verfassungsproblem? Egal!, sagt Trumps Hausjuristin im Geiste, Lizbeth Levinson: „Trump macht erst und fragt später nach der Legalität.“
Bei Mattel ging es weniger um Chips als um Barbies. Nachdem der CEO öffentlich äußerte, dass höhere Produktionskosten in den USA zu Spielzeugpreiserhöhungen führen würden, reagierte Trump empört: 100 % Strafzoll auf Mattel-Spielzeug! Und als wäre das noch nicht genug, legte er nach: „Ich würde so jemanden nicht lange als CEO behalten wollen.“
Doch Experten gehen davon aus: Es geht Trump nicht wirklich um Zölle. Es geht um symbolische Machtspiele, Erpressung mit Ansage. Ziel ist es, Unternehmen zu einer symbolischen „Einknick-Geste“ zu bewegen – ein neues Werk in Texas oder ein Versprechen zur US-Produktion von Plastikpuppen reicht schon.
Selbst wenn Trump das Zollschwert wirklich schwingen würde – die Leidtragenden wären die Verbraucher. Ein iPhone für 2000 Dollar oder ein Barbie-Ponyhof für 150? Das kommt in der Vorweihnachtszeit nicht gut an, vor allem nicht bei Wählern.
Fazit: Wenn Trump Firmen erzieht wie unartige Schüler, wird Handelspolitik zur Reality-Show. Nur dass die Zuschauer am Ende die Rechnung zahlen.
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