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Trumps 20-Punkte-Plan: Friedensdeal oder XXL-PowerPoint?

MIH83 (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat mal wieder Geschichte geschrieben – zumindest nach eigener Einschätzung. Bei der Vorstellung seines Gaza-Friedensplans in Washington verkündete er: „Das ist wahrscheinlich einer der größten Tage in der Zivilisation.“ Größer als die Mondlandung, größer als das Rad, vielleicht sogar größer als die Erfindung der Tiefkühlpizza.

Der „20-Punkte-Plan“ wirkt allerdings eher wie eine Liste, die man nach einer langen Nacht in Mar-a-Lago schnell auf eine Serviette gekritzelt hat. Viele Punkte bleiben so vage, dass selbst ein Horoskop im Vergleich wie eine präzise Handlungsanweisung wirkt.

Hamas sagt „Nein danke“
Dass die Hamas beim Brainstorming nicht eingeladen war, überrascht wenig. Ihre erste Reaktion klingt wie bei einem schlecht verhandelten Handyvertrag: „zu teuer, zu unfair, unmögliche Bedingungen“. Besonders die Forderung nach Entwaffnung sorgt für Kopfschütteln – schließlich würde die Hamas damit ihr letztes Druckmittel aus der Hand geben.

Netanjahu sagt „Ja, aber …“
Israels Premier Netanjahu nickte in Washington höflich, bastelte aber heimlich noch ein paar Änderungsanträge ein: weniger Rückzug der Armee, dafür mehr „moderater Rückzug“ (eine neue israelische Spezialität, vermutlich bald auch im Supermarktregal). Seine rechtsextremen Koalitionspartner sehen im Plan ohnehin „einen Fehlschlag“. Kurz gesagt: Keiner ist glücklich, aber alle reden trotzdem weiter.

Trump als Friedenswächter
Das Highlight des Plans: Trump selbst will Chef des Friedensrats werden – quasi eine Mischung aus UNO-Generalsekretär und Casting-Juror. Unterstützt von Tony Blair, der anscheinend immer noch auf der Suche nach einem neuen Nebenjob ist.

Vage bleibt vage
Ein Palästinenserstaat? „Vielleicht irgendwann, irgendwie, wenn die Sterne günstig stehen“, heißt es im Plan. Trump selbst versicherte aber schon, dass niemand gezwungen werde, Gaza zu verlassen. Ob das beruhigend gemeint ist oder eher wie ein Immobilienangebot in Florida klingt, bleibt offen.

Fazit:
Der Plan hat so viele Schlupflöcher, dass selbst ein Schweizer Käse neidisch würde. Ob er Frieden bringt, ist unklar – sicher ist nur: Für Trump war es „einer der größten Tage“. Für den Rest der Welt bleibt es wohl einer der größten Fragezeichen.

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