Während Israels Militäreinsätze gegen iranische Atomanlagen andauern, steht US-Präsident Donald Trump vor einer entscheidenden Frage: Wird sich Amerika militärisch beteiligen – und wenn ja, wie ohne in einen umfassenden Krieg hineingezogen zu werden?
Nach Informationen aus Regierungskreisen prüft Trump derzeit verschiedene Optionen, darunter auch gezielte Luftschläge mit bunkerbrechenden Bomben gegen unterirdische iranische Nuklearanlagen. Der Präsident sei dabei bemüht, keine langfristige militärische Verwicklung der USA zu riskieren, so mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Auch Verbündete in Europa wurden informiert, dass Washington zunächst Israels Erfolge abwarten wolle, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
„Ich mag es, Entscheidungen erst im letzten Moment zu treffen – besonders im Krieg“, sagte Trump am Mittwoch im Oval Office. Dabei betonte er, dass gezielte US-Schläge nicht zwangsläufig eine umfassende Intervention bedeuteten. Ex-Botschafter David Friedman schrieb gar, ein Einsatz weniger „MOABs“ (Massive Ordnance Air Blast Bomben) auf iranische Atomanlagen könne ausreichend sein, ohne den Konflikt auszuweiten.
Zugleich warnt Teheran vor schwerwiegenden Konsequenzen: Sollte sich das US-Militär aktiv beteiligen, werde der Iran „überall dort zuschlagen, wo Ziele zu finden sind“, so Vizeaußenminister Majid Takht-Ravanchi gegenüber CNN.
Im Hintergrund beraten Trumps Sicherheitsberater, darunter Verteidigungsminister Pete Hegseth, CIA-Direktor John Ratcliffe und General Michael Kurilla von CENTCOM. Letzterer drängt auf eine verstärkte Präsenz von US-Militärressourcen in der Region, um Israel zu unterstützen und auf mögliche Vergeltungsschläge vorbereitet zu sein.
Doch selbst innerhalb der republikanischen Reihen mehren sich warnende Stimmen. Senator Josh Hawley erklärte, er wäre mit US-Offensiven gegen den Iran „nicht einverstanden“ – zu groß sei die Gefahr, in einen weiteren Nahostkrieg hineingezogen zu werden.
Trump selbst bleibt unentschlossen, aber klar in seiner Zielsetzung: „Iran darf keine Atomwaffe haben. Punkt.“ Ob er dieses Ziel mit oder ohne Militärschlag durchsetzen will, bleibt vorerst offen.
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