US-Präsident Donald Trump, bekannt für seine medienkritischen Twitter-Fanfaren und seine romantische Beziehung zur Wahrheit, hat sich nun offiziell für die Fusion zweier Fernsehkonzerne ausgesprochen: Nexstar Media will Tegna schlucken – und Trump findet das super duper.
„WIR BRAUCHEN MEHR WETTBEWERB GEGEN DEN FEIND!!!“ tippte Trump in seinem Lieblings-Tonfall (Caps Lock), womit er wie immer die „Fake News“ der großen US-Networks meint – also alle, die es wagen, Dinge zu berichten, die ihm nicht gefallen.
Vom „Stoppt den Deal“ zum „BRINGT DIESES GESCHÄFT ZUM ABSCHLUSS!“
Bemerkenswert: Noch im November war Trump gegen solche Fusionen, weil sie „die Meinungsvielfalt bedrohen“ könnten. Doch offenbar hat man ihm inzwischen erklärt, dass mehr kleine Fernsehsender = mehr Leute, die seine Reden ungekürzt ausstrahlen, und plötzlich ist alles gut.
Jetzt soll die FCC, jene böse Behörde, die sonst Verschwörungstheorien über Funkfrequenzen ignoriert, die Obergrenze für TV-Besitz aufheben, damit der Deal durchgeht. Der Zusammenschluss würde den größten Betreiber lokaler Sender in den USA schaffen – also ein Medienriese, aber einer mit Trump-Freundschaftsbonus.
Konservative im Clinch
Selbst der sonst so Trump-liebe Nachrichtensender Newsmax warnt: Die Fusion schade konservativen Stimmen – was Trump vermutlich mit einem freundlichen „FAKE CONSERVATIVES!!!“ quittieren würde.
Senat, FCC und Tegna schweigen höflich
Ob Ted Cruz, die FCC oder jemand bei Nexstar überhaupt versteht, was hier gerade passiert, bleibt offen. Die Beteiligten reagierten auf Presseanfragen mit dem amerikanischen Klassiker: absolutem Schweigen.
Aber hey – wenn der Präsident schon „Fernsehen wieder groß machen“ will, wer könnte da Nein sagen?
Nächster Vorschlag: Fox News heiratet das Wetter.
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