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Trump will riskantere Investments in US-Rentenplänen erlauben – mit fragwürdigem Nutzen

MIH83 (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag ein Dekret unterzeichnet, das es Arbeitgebern künftig leichter machen soll, ihren Beschäftigten im Rahmen von 401(k)-Rentenplänen riskantere Investitionen anzubieten – etwa in Private Equity, Immobilien, Rohstoffe oder Kryptowährungen.

Ziel sei es laut Trump, „regulatorische Hürden und Haftungsrisiken“ für Unternehmen abzubauen, damit sie „nach bestem Wissen“ alternative Investmentoptionen in betrieblichen Altersvorsorgen ermöglichen können.

Kritik: Mehr Risiko für kleine Sparer

Bisher sind Investitionen in Private-Equity-Fonds oder ähnliche Anlageformen meist reichen oder institutionellen Investoren vorbehalten. Die Anlageformen gelten als teuer, intransparent und illiquide – also nicht einfach zu verkaufen. Verbraucherschützer wie Senatorin Elizabeth Warren warnen deshalb, dass einfache Arbeitnehmer mit solchen Produkten überfordert oder geschädigt werden könnten.

Lisa Gomez, ehemalige Beamtin im US-Arbeitsministerium, spricht von einer „neuen Komplexität“ für Unternehmen. Sie rät: „Wer solche Anlageformen anbieten will, muss unabhängige Experten hinzuziehen – und sich nicht vom Hype blenden lassen.“

Noch keine unmittelbaren Änderungen

Das Dekret ist kein Gesetz, sondern gibt lediglich eine politische Richtung vor. Behörden wie das US-Arbeitsministerium und die Börsenaufsicht SEC sollen nun Regelwerke überarbeiten – was laut Analysten bis 2026 dauern könnte.

Unternehmen müssen dabei weiterhin ihrer Treuepflicht (Fiduciary Duty) nachkommen: Sie sind gesetzlich verpflichtet, nur solche Produkte anzubieten, die im besten Interesse der Mitarbeitenden liegen. Gerade bei riskanteren Investments dürfte die Sorgfaltspflicht steigen.

Chancen oder Blender?

Befürworter argumentieren, dass Private Markets heute größer als je zuvor seien. Viele wachstumsstarke Unternehmen gingen gar nicht mehr an die Börse, sodass „normale Anleger“ ohne Zugang zu privaten Märkten langfristig Wachstumschancen verpassen könnten.

Aber: Die Risiken bleiben real. Private-Equity-Produkte sind teuer, oft schwer verständlich und bergen das Risiko hoher Verluste – insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.


Fazit:

Trump will den Finanzmärkten mehr Spielraum geben – auch in der Altersvorsorge. Doch viele Expertinnen warnen: **Nicht jeder ist bereit für Hedgefonds & Co im eigenen Ruhestandstopf.** Der nächste Rentenskandal könnte sich schon im regulatorischen Schatten anbahnen.


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