US-Präsident Donald Trump hat vor dem geplanten Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am kommenden Freitag in Alaska die Erwartungen gedämpft. Bei der Begegnung handele es sich nicht um ein Gipfeltreffen mit sofortigen Ergebnissen, sondern um ein erstes Sondierungsgespräch. „Es wird ein feel-out meeting“, erklärte Trump auf einer Pressekonferenz in Washington.
Fokus auf Ukraine-Krieg
Trump kündigte an, er wolle Putin bei dem Gespräch direkt auffordern, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Ein mögliches Abkommen könne nach seinen Worten auch territoriale Anpassungen umfassen. Ziel sei es, dass die Ukraine im Rahmen einer Verhandlung zumindest Teile der von Russland besetzten Gebiete zurückerhält. „Ich will versuchen, für die Ukraine Regionen zurückzugewinnen“, so Trump.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen
Neben politischen und sicherheitspolitischen Fragen brachte Trump auch wirtschaftliche Themen ins Spiel. Sollte es zu Fortschritten bei der Ukraine-Frage kommen, könne er sich vorstellen, den Handel mit Russland auszuweiten. Eine Verbesserung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sei sowohl im Interesse der USA als auch Russlands, betonte der Präsident.
Signale aus Moskau
Auch von russischer Seite kommen vorsichtige Hoffnungen auf eine Annäherung. Der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow erklärte in Moskau, man wünsche sich, dass das Treffen dazu beitrage, „die Beziehungen zwischen den USA und Russland zu normalisieren“.
Das Treffen in Alaska wird international aufmerksam verfolgt, da es als Test für die künftige US-Russland-Strategie unter Trump gilt – insbesondere mit Blick auf die Ukraine, aber auch auf die generelle geopolitische Ausrichtung beider Länder.
Kommentar hinterlassen