US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, „indirekt“ an den bevorstehenden Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran beteiligt zu sein. Die Verhandlungen sollen am Dienstag in Genf beginnen. An Bord der Air Force One sagte Trump vor Journalisten, er gehe davon aus, dass Teheran diesmal ernsthaft an einer Einigung über sein Atomprogramm interessiert sei.
Die neue Gesprächsrunde in der Schweiz folgt auf eine Phase massiver Spannungen. Washington hatte dem Iran zuletzt wiederholt mit militärischen Konsequenzen gedroht – sowohl wegen des umstrittenen Atomprogramms als auch wegen des harten Vorgehens der iranischen Führung gegen Proteste im eigenen Land. Im vergangenen Sommer hatten die USA nach eigenen Angaben iranische Atomanlagen mit B-2-Tarnkappenbombern angegriffen. Trump verwies nun erneut auf diese Operation und erklärte, Teheran kenne „die Konsequenzen“, falls es zu keiner Einigung komme.
Das Treffen in Genf wird von Oman vermittelt. Nach Angaben des iranischen Außenministeriums soll es vorrangig um das Atomprogramm und eine mögliche Aufhebung der US-Sanktionen gehen. Washington hingegen signalisiert, auch weitere Themen wie Irans Raketenarsenal ansprechen zu wollen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, er strebe in Genf eine „faire und ausgewogene“ Vereinbarung an. Zugleich betonte er, eine „Unterwerfung unter Drohungen“ stehe nicht zur Debatte.
Parallel zu den diplomatischen Bemühungen verstärken die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten. Satellitenbilder zeigen den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln nahe der Küste Omans. Berichten zufolge wurde zudem die USS Gerald R. Ford, das größte Kriegsschiff der Welt, in Richtung Region entsandt. Auch mehrere Zerstörer und Kampfflugzeuge wurden verlegt.
Teheran reagierte mit eigenen Militärübungen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. US-Außenminister Marco Rubio dämpfte indes die Erwartungen: Eine Einigung sei möglich, aber „sehr schwierig“.
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