US-Präsident Donald Trump hat in letzter Minute eine Reihe von Abkommen mit wichtigen Handelspartnern abgeschlossen – darunter mit Südkorea, Pakistan und der EU –, während andere Länder vor drastischen Zollanhebungen stehen. Die Maßnahmen basieren auf seiner Strategie „reziproker Zölle“ und treten ab dem 1. August 2025 in Kraft.
Politisch motivierte Strafzölle
Trump koppelte wirtschaftliche Maßnahmen offen an politische Entwicklungen:
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Kanada: Soll einen Strafzoll erhalten, da Premierminister Mark Carney die Anerkennung Palästinas unterstützt.
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Indien: Wurde für den Kauf russischen Öls mit einem 25 % Zoll belegt, was laut Trump Putins Krieg gegen die Ukraine indirekt unterstütze.
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Brasilien: Muss wegen der Strafverfolgung von Ex-Präsident Bolsonaro mit einem 50 % Zoll auf bestimmte Produkte rechnen.
Deals mit anderen Ländern
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Mexiko erhält eine 90-tägige Verlängerung bestehender Zollregelungen, muss aber weiterhin Zölle von bis zu 50 % auf Metallprodukte und 25 % auf Autos und Fentanylimporte zahlen.
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Südkorea, Japan, Vietnam und die EU haben sich bereits auf neue Regelungen geeinigt, um härtere Zölle zu vermeiden.
Rechtsstreit um Notfallbefugnisse
In einem laufenden Verfahren vor einem US-Berufungsgericht wurde infrage gestellt, ob Trump die International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) nutzen darf, um Zölle ohne Zustimmung des Kongresses zu erheben. Trumps Justizministerium berief sich auf Präzedenzfälle aus den 1970er Jahren, doch Richter äußerten Zweifel an der Legitimität.
China auf dem Verhandlungstisch
Die USA und China stehen kurz vor einem Handelsabkommen, so Finanzminister Scott Bessent. Eine Frist bis zum 12. August ist gesetzt. Trumps Regierung hofft, damit ein weiteres Eskalationsrisiko im Handelskonflikt mit der Volksrepublik zu vermeiden.
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