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Trump verliert Rückhalt im Repräsentantenhaus – Republikaner bangen um Mehrheit

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die knappe Mehrheit der Republikaner im US-Repräsentantenhaus gerät weiter ins Wanken. Nach dem überraschenden Tod des kalifornischen Abgeordneten Doug LaMalfa (65) am 5. Januar und dem Rücktritt der Trump-Vertrauten Marjorie Taylor Greene aus Georgia, schmilzt der Vorsprung der Republikaner auf lediglich fünf Sitze. Aktuell stehen 218 Republikaner 213 Demokraten gegenüber – für eine Mehrheit sind 216 Stimmen erforderlich.

Zusätzlich erschwert ein Autounfall des republikanischen Abgeordneten Jim Baird aus Indiana die Lage. Er befindet sich derzeit mit seiner Frau im Krankenhaus, sein Ausfall könnte die Abstimmungen weiter beeinflussen. Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson steht somit vor der Herausforderung, seine Partei geeint zu halten – mitten im Wahljahr 2026, in dem die Demokraten entschlossen sind, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zurückzuerlangen.

Präsident Trump selbst räumte bei einem Treffen mit Abgeordneten im Kennedy Center ein, dass die Mehrheitsverhältnisse „nicht groß, aber geeint“ seien. Die Realität zeigt jedoch zunehmende interne Spannungen: Uneinigkeit über Gesundheitskosten und die Veröffentlichung der Epstein-Akten haben zuletzt Risse im republikanischen Lager offenbart. Besonders der parteiinterne Kritiker Thomas Massie aus Kentucky bereitet der Fraktionsführung Sorgen.

Auch die anstehenden Nachwahlen werfen Fragen auf: In Georgia soll am 10. März eine Nachfolgerin für Greene gewählt werden. In Texas findet Ende Januar eine Stichwahl zur Nachbesetzung des demokratischen Abgeordneten Sylvester Turner statt, der im März 2025 verstorben war. In New Jersey wird das frei gewordene Mandat der künftigen Gouverneurin Mikie Sherrill erst im April neu besetzt.

Die politische Zukunft der Republikaner bleibt ungewiss. Neben den personellen Verlusten ist auch das sogenannte Redistricting – die Neuziehung der Wahlkreise – in mehreren Bundesstaaten ins Stocken geraten. In Indiana und Kansas fehlen dafür aktuell die nötigen Mehrheiten.

Historisch gesehen verlieren Parteien, die im Weißen Haus regieren, in den Zwischenwahlen Sitze im Kongress. Erste Ergebnisse aus Sonderwahlen und lokale Trends deuten bereits auf mögliche Zugewinne der Demokraten hin. Die nächsten Monate könnten entscheidend sein für die politische Zukunft von Trumps zweiter Amtszeit.

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