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Trump verkündet neues Handelsabkommen mit Südkorea vor Zollfrist am 1. August

geralt (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat ein neues Handelsabkommen mit Südkorea angekündigt, nur wenige Tage vor Ablauf seiner selbst gesetzten Frist am 1. August, ab der höhere Zölle auf Importe aus Dutzenden Ländern drohen.

In einer Mitteilung auf Truth Social schrieb Trump, Südkorea habe sich verpflichtet, 350 Milliarden Dollar für US-Investitionen bereitzustellen, die unter seiner direkten Kontrolle stünden. Im Gegenzug senkt Trump die ursprünglich geplanten 25 % Strafzölle auf südkoreanische Waren auf 15 %.

Was wurde vereinbart?

  • 15 % Zölle auf südkoreanische Exporte in die USA (zuvor 10 %)

  • Kein Sonderstatus mehr für Südkorea, aber auch keine härteren Maßnahmen als gegen andere Verbündete

  • Ausnahme für bestimmte Branchen: Zölle auf Stahl, Aluminium und Kupfer bleiben unverändert

  • Erleichterungen für Auto-, Halbleiter- und Pharmaindustrie, ähnlich wie bei Deals mit Japan und der EU

Wirtschaftliche Auswirkungen

Südkoreas Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal 2025 um 0,1 % – die erste Kontraktion seit vier Jahren. Wirtschaftsexperten warnen, dass höhere Zölle die Exportabhängigkeit Südkoreas weiter belasten würden. Ein 25 % Zoll hätte laut Analysten massive Schäden verursacht.

Die USA sind Südkoreas zweitgrößter Exportmarkt, 2024 wurden Waren im Wert von 132 Milliarden Dollar in die USA exportiert. Im Gegenzug verkauften die USA 66 Milliarden Dollar an Gütern, insbesondere Energieprodukte und Maschinen, nach Südkorea.

Hintergrund: Trumps globale Zollpolitik

Trump hatte im April universelle 10 % Zölle auf Importe aus fast 180 Ländern eingeführt. Diese wurden für 90 Tage ausgesetzt, doch ab dem 1. August drohen höhere Zölle für Länder, die sich Trumps Forderungen nicht beugen. Brasilien traf es bereits: Nachdem Präsident Lula ein Verfahren gegen Ex-Präsident Bolsonaro nicht stoppte, erhöhte Trump die Zölle auf brasilianische Waren auf 50 %.

Trump verfolgt mit seiner Handelspolitik das Ziel, die US-Wirtschaft zu stärken, Handelsdefizite abzubauen und geopolitischen Druck auszuüben – notfalls auch auf Kosten langjähriger Partner.

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