Einen Tag nachdem das Weiße Haus erklärt hatte, Luftangriffe auf den Iran seien eine Option, hat Ex-Präsident Donald Trump den Demonstrierenden im Iran öffentlich seine Unterstützung zugesagt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump:
„Iranische Patrioten, PROTESTIERT WEITER – ÜBERNEHMT EURE INSTITUTIONEN! Merkt euch die Namen der Mörder und Peiniger. Sie werden einen hohen Preis zahlen. Ich habe alle Treffen mit iranischen Offiziellen abgesagt, bis das sinnlose Töten von Demonstranten AUFHÖRT. HILFE IST UNTERWEGS. MIGA!!!“
Die Proteste in Teheran begannen Ende Dezember 2025, nachdem die iranische Währung, der Rial, stark an Wert gegenüber dem US-Dollar verlor. Die wirtschaftliche Krise, gepaart mit massiver Inflation, führte zu Unruhen im ganzen Land. Laut Reuters hat ein iranischer Regierungsvertreter inzwischen bestätigt, dass rund 2.000 Menschen bei den Protesten getötet wurden – eine bislang nicht dagewesene Offenheit seitens der Behörden über das Ausmaß der Gewalt.
Militärschlag als Option?
Das Weiße Haus bekräftigte am 12. Januar, dass Präsident Trump alle Optionen prüfe, darunter auch militärische Maßnahmen. Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte:
„Präsident Trump ist bekannt dafür, sich alle Optionen offen zu halten. Luftschläge gehören zu den vielen Möglichkeiten, die ihm als Oberbefehlshaber zur Verfügung stehen.“
Bereits im Juni 2025 hatte es einen militärischen Zwischenfall mit dem Iran gegeben – ein möglicher erneuter Eingriff könnte die Region weiter destabilisieren.
Internationale Reaktionen
Die russische Regierung reagierte scharf auf die Aussagen aus Washington und warf den USA „subversive Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iran“ vor. In einer Erklärung des russischen Außenministeriums heißt es:
„Diejenigen, die die Unruhen im Iran als Vorwand für eine neue Aggression nutzen wollen, wie sie bereits im Juni 2025 verübt wurde, müssen sich der katastrophalen Folgen für den Nahen Osten und die internationale Sicherheit bewusst sein.“
Handelsdrohungen gegen Irans Partnerländer
Trump kündigte zusätzlich an, dass Länder, die weiterhin Handel mit dem Iran treiben, mit einem 25-prozentigen Zoll auf ihre Exporte in die USA rechnen müssten. Der Iran, einer der wichtigsten Ölexporteure der Region, steht ohnehin unter schweren US-Sanktionen. Zu seinen wichtigsten Handelspartnern zählen unter anderem China, die Türkei, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien.
Hintergrund der Proteste
Die aktuellen Unruhen zählen zu den größten seit Jahren. Auslöser war die ökonomische Notlage, doch Beobachter berichten auch von einer allgemeinen politischen Frustration und einem zunehmenden Wunsch nach Wandel. Menschenrechtsorganisationen verurteilen das brutale Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte scharf.
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