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Trump und „seine“ Wirtschaft – Der Moment der Verantwortung

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🧾 Hintergrund

Mit dem bevorstehenden Wechsel an der Spitze der US-Notenbank (Federal Reserve) wird Präsident Donald Trump endgültig die politische Verantwortung für die Wirtschaft übernehmen. Nach einem Jahr im Amt – seiner zweiten Amtszeit – gehen seine bisherigen Schuldzuweisungen zunehmend ins Leere.

Die Schuldigen – aus Trumps Sicht

  1. Joe Biden

    • Trump machte Biden lange für die Inflation verantwortlich.

    • Doch: Biden ist seit einem Jahr nicht mehr im Amt, und laut aktuellen Umfragen machen mehr Amerikaner Trump als Biden für die wirtschaftliche Lage verantwortlich.

  2. Jerome Powell

    • Trump beschimpfte seinen eigenen Fed-Vorsitzenden als „zu spät“ handelnd (Spitzname: „Too Late Powell“).

    • Er kritisiert, dass die Zinssätze weiterhin zu hoch seien und so die Hypothekenzinsen und den Wohnungsmarkt belasten würden.

🔄 Trumps Einfluss auf die Fed: Begrenzter als gedacht

  • Trump wird bald einen neuen Fed-Chef ernennen.

  • Aber: Der Vorsitzende der Fed hat nur eine von zwölf Stimmen im Zinskomitee (FOMC).

  • Selbst mit mehreren neuen Ernennungen wird Trump nicht automatisch die geldpolitische Richtung diktieren können.

🏠 Zinswende = Wirtschaftswunder?

Trump verspricht viel – doch kann die Zinssenkung wirklich helfen?

Mögliche positive Effekte:

  • Günstigere Kredite → Investitionen, Konsum, Jobwachstum.

  • Niedrigere Hypothekenzinsen → Entlastung für Hauskäufer.

Risiken und Grenzen:

  • Inflation könnte erneut aufflammen.

  • Wohnungsnot bleibt: Selbst niedrige Zinsen lösen nicht das Grundproblem – den massiven Wohnungsmangel (4 Mio. neue Einheiten laut Goldman Sachs nötig).

  • Wohlstandsgefälle könnte sich vertiefen: Reiche Hauseigentümer profitieren stärker als Mieter ohne Zugang zum Markt.

🧮 Trumps bisherige Wirtschaftspolitik – durchwachsen

  • Zölle: Laut Tax Foundation +1.100 $ an Zusatzkosten pro Haushalt (2025).

  • Sozialpolitik: Kürzungen bei Medicaid und SNAP trotz Steuererleichterungen.

  • Symbolpolitik: 2.000-$-Tarifrückzahlungen vor den Midterms geplant.

  • Positiv: Erfolge bei Arzneimittelpreissenkungen für Medicare-Patienten.

➡️ Problem: Diese Maßnahmen bekämpfen Symptome, nicht Ursachen der ökonomischen Schieflage.

📉 Realität vs. Rhetorik

Trump bewertet die Wirtschaft mit „A+++++“. Doch:

  • Jobwachstum schwächelt, vor allem in gut bezahlten Branchen.

  • Arbeitslosigkeit steigt, Lohnwachstum stagniert.

  • Viele Amerikaner leben von Gehalt zu Gehalt.

  • Die sogenannte „Boom“-Erzählung erreicht nicht den Alltag vieler Bürger.

🗳️ Fazit: Der Showdown naht

Trump wird in wenigen Monaten unumkehrbar politisch Eigentümer dieser Wirtschaftslage. Der Wahlkampf zu den Midterms steht bevor – und Wirtschaft ist immer Wahlkampf pur.

Während Trump die Kontrolle übernimmt, gibt es keine Biden-Ausrede mehr, kein Powell-Sündenbock – nur noch die Frage:

Kann Trump wirklich liefern, oder fällt ihm die Verantwortung jetzt auf die Füße?

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