Bei der öffentlichen Gedenkfeier für den ermordeten konservativen Aktivisten Charlie Kirk in Arizona kam es zu einer überraschenden Begegnung: US-Präsident Donald Trump und Tesla-Chef Elon Musk sprachen nach Monaten heftiger öffentlicher Auseinandersetzungen wieder miteinander.
„Elon kam herüber und sagte Hallo“, erklärte Trump gegenüber Reportern. „Ich fand das nett, wir haben uns kurz unterhalten.“ Auch Musk postete ein Foto von sich und Trump mit dem Kommentar „for Charlie“ in sozialen Medien. Das Weiße Haus veröffentlichte das gleiche Bild. Beide saßen während der mehrstündigen Veranstaltung nebeneinander und gaben sich die Hand.
Vom engen Bündnis zur offenen Feindschaft
Musk hatte Trump bei dessen Wahlkampf 2024 massiv unterstützt – mit fast 290 Millionen Dollar. Er gehörte zu den engsten Beratern des Präsidenten und übernahm zeitweise eine zentrale Rolle bei der Umstrukturierung der Bundesregierung. Unter seiner Leitung wurde das Department of Government Efficiency (DOGE) gegründet, das ganze Behörden schloss und zahlreiche Mitarbeiter entließ.
Doch schon im Juni kam es zum Bruch. Musk kritisierte offen zentrale Gesetzesvorhaben Trumps, brachte sich selbst mit den Akten zum Epstein-Skandal in Verbindung und kündigte an, eine neue politische Partei gründen zu wollen. Trump reagierte mit scharfen Worten und bezeichnete Musk als „völlig außer Kontrolle“ und „Zugunglück“.
Kirks Wunsch nach Versöhnung
Charlie Kirk selbst hatte sich noch vor seinem Tod dafür ausgesprochen, dass Trump und Musk wieder zusammenfinden. „Ich kenne beide sehr gut. Ich glaube, dass sie irgendwann wieder versöhnt sein werden. Zusammen sind sie viel stärker“, sagte er im Sommer in einem Interview.
Zeichen der Annäherung?
Ob das kurze Gespräch bei der Gedenkfeier bereits eine echte Aussöhnung bedeutet, ist offen. Trump gab sich jedenfalls versöhnlich: „Wir hatten eine sehr gute Beziehung“, sagte er an Bord der Air Force One. „Es war schön, dass er herübergekommen ist.“
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