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Trump und die NATO: „Zahlt endlich oder wir gehen – vielleicht zu den Russen!“

geralt (CC0), Pixabay
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Der designierte US-Präsident Donald Trump hat mal wieder seine Drohkarte gezogen und der NATO mit einem Austritt der USA gedroht – natürlich nur, falls die anderen Verbündeten es wagen sollten, weiter „zu wenig“ für ihre Verteidigung auszugeben. „Sie müssen ihre Rechnungen bezahlen“, sagte Trump in einem heute veröffentlichten Interview mit NBC News und fügte gewohnt charmant hinzu, dass er einen Austritt der USA aus dem Bündnis „absolut“ in Betracht ziehen würde, falls die NATO-Partner die USA nicht „fair“ behandeln. Fairness, so scheint es, ist ein Synonym für „macht, was ich sage“.

Alte Drohungen, neue Verpackung

Trump, der sein Amt offiziell am 20. Januar antritt, zeigt bereits jetzt, dass er seine Greatest Hits aus der ersten Amtszeit neu auflegen möchte. Während seiner ersten Präsidentschaft waren die Beziehungen zur NATO ungefähr so entspannt wie ein Besuch beim Zahnarzt ohne Betäubung. Trump beschuldigte die Verbündeten damals, auf Kosten der USA zu leben und zu wenig für ihre Verteidigung zu tun – oder in Trumps Worten: „Sie schulden uns Geld.“

Jetzt gibt es offenbar ein Remake dieser Drohkulisse, aber mit einem pikanten Twist. Im Wahlkampf erklärte Trump im Frühjahr, dass er zahlungssäumigen NATO-Mitgliedern im Falle eines Angriffs nicht helfen würde. Stattdessen wolle er die Russen sogar ermutigen, mit diesen Ländern „zu tun, was immer sie wollen“. Eine bemerkenswerte Interpretation von Bündnistreue: erst drohen, dann den Gegner höflich einladen, sich doch nach Belieben auszutoben.

Amerika First – aber nur, wenn bezahlt wird

Die Botschaft ist klar: Für Trump ist die NATO keine Wertegemeinschaft, sondern ein schlecht geführtes Abo-Modell. Und wer die Beiträge nicht pünktlich überweist, darf nicht auf den Service zählen. Dass Trump dabei den Eindruck erweckt, als könnten die USA jederzeit zur Vertragskündigung greifen, könnte den anderen NATO-Staaten durchaus Sorgen bereiten – oder sie einfach zum Kopfschütteln bringen.

Eine Einladung für Moskau?

Besonders bemerkenswert ist Trumps auffällige Bereitschaft, den Russen großzügig Spielräume zu eröffnen. Es ist, als würde er Wladimir Putin persönlich zur Einweihungsparty für die nächsten Einmarsche einladen – natürlich nur, wenn die Rechnungen der NATO-Partner noch offen sind. Denn wer braucht schon Stabilität und Sicherheit, wenn man sich über eine knappe Buchhaltung ärgern kann?

Fazit: Rechnung bitte – oder vielleicht doch nicht?

Man fragt sich, was Trump mit seinen wiederkehrenden Drohungen tatsächlich erreichen will. Ist es eine ernsthafte Strategie oder eher ein weiteres Kapitel seiner Reality-Show-Politik? So oder so bleibt eines sicher: Die NATO hat jetzt offiziell einen unbezahlten Buchhalter, der auch gerne mal mit Kündigung droht, wenn der Toner im Drucker alle ist.

Bleibt nur die Frage: Zahlt man mit Trump die Zeche – oder doch eher die Russen?

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