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Trump trifft Putin in Alaska – „Gebietstausch“ oder doch nur politische Schnitzeljagd?

geralt (CC0), Pixabay
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Die Nachricht schlug ein wie eine Eisbombe im Sommer: Donald Trump lädt Wladimir Putin zum Stelldichein in Alaska ein – angeblich, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Überraschend? Eher so wie der erste Schneefall in Sibirien: Alle sagen „Wow!“, aber keiner weiß, was er bedeuten soll.

Trump sprach von einem mysteriösen „Gebietsaustausch“. Welche Gebiete? Unklar. Alaska selbst? Der Nordpol? Die Beringstraße als Airbnb? Der Präsident ließ die Details so offen wie seine Steuererklärungen.

Wer gibt, wer nimmt – und wer darf mitreden?
Die Ukraine findet die Idee so charmant wie einen russischen Panzer vor der Haustür. Präsident Selenskyj betonte, dass es keine Entscheidungen „ohne die Ukraine“ geben werde. Übersetzt: Wenn hier Land getauscht wird, dann höchstens Blumenbeete im Stadtpark.

Russland wiederum träumt vom Komplett-Set: Krim, Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson – und bitte in der Deluxe-Edition. Die Ukraine kontert mit: „Zuerst Truppen raus, dann reden wir. Und nein, wir zahlen nicht für den Rückversand.“

Die Europäer mischen sich ein
Während Washington und Moskau in Alaska ihre Lagerfeuerromantik planen, haben die Europäer am Samstag in Großbritannien ihren eigenen Friedensplan präsentiert: Erst Waffenstillstand, dann der ganze Rest. Außerdem müsse jeder Gebietstausch „gegenseitig“ sein – was so klingt, als könnte Russland im Tausch für die Krim vielleicht Schleswig-Holstein bekommen.

Alaska als Weltbühne
Experten warnen bereits: Ein Treffen auf US-Boden verleihe Putin Legitimität – und russische Medien würden es ausschlachten, als habe der Kreml gerade den Eurovision Song Contest gewonnen. Stephen Hall von der Uni Bath meint, Putin wolle ohnehin keine echte Friedenslösung – nur das Gefühl, dass die USA ihn brauchen.

Das Drama geht weiter
Ob Selenskyj in Alaska dabei sein darf, ist noch offen. Das Weiße Haus erwägt es, Trump deutet es an – aber in der internationalen Diplomatie kann „erwägen“ auch heißen: Wir haben noch keinen passenden Stuhl am Verhandlungstisch gefunden.

Fazit: Das Treffen könnte alles bedeuten – vom historischen Friedensabkommen bis zum teuersten PR-Foto der Geschichte. Und irgendwo in der Ferne hört man McCarthy und Kissinger um die Wette kichern.

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