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Trump trifft letzten freigelassenen US-Geisel von Hamas

geralt (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump will am Montag, dem 7. Oktober, im Weißen Haus den 21-jährigen Edan Alexander empfangen – den letzten israelisch-amerikanischen Geisel, die von der Hamas freigelassen wurde. Das Datum markiert zugleich den zweiten Jahrestag der Hamas-Angriffe auf Israel.

Alexander, der als Soldat der israelischen Armee diente, war bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 gefangen genommen worden und verbrachte 584 Tage in Geiselhaft. Er war einer von 251 Entführten, die Hamas damals verschleppte.

Der in Tel Aviv geborene und in New Jersey aufgewachsene Alexander hatte sich mit 19 Jahren der israelischen Armee angeschlossen. Nach seiner Freilassung am 12. Mai 2025 wurde er in seiner Heimatstadt Tenafly mit einem großen öffentlichen Empfang geehrt: Straßen wurden geschmückt, Anwohner jubelten, und eine Straße trägt seither seinen Namen – „Edan Alexander Way“.

Trump will Frieden vermitteln

Das Treffen findet im Rahmen von Trumps neuem Nahost-Friedensplan statt, den er Ende September gemeinsam mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu vorgestellt hatte. Der 20-Punkte-Plan sieht die Freilassung aller noch verbliebenen israelischen Geiseln und ein Ende der israelischen Bombardierungen des Gazastreifens vor.

Etwa 50 Geiseln sollen sich weiterhin in Gaza befinden; Schätzungen zufolge leben nur noch rund 20 von ihnen.

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Sondergesandter Steve Witkoff führen in Ägypten die letzten Verhandlungen über Details des Plans.

Drohungen und Optimismus

In einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte Trump am 3. Oktober der Hamas mit „Hölle wie nie zuvor“, sollte sie das Abkommen ablehnen:

„Wenn dieses Letzte-Chance-Abkommen nicht erreicht wird, wird die Hölle losbrechen – es wird Frieden im Nahen Osten geben, auf die eine oder andere Weise.“

Kurz darauf erklärte die Hamas, sie sei bereit, alle israelischen Geiseln – lebend oder tot – freizulassen und Gespräche über die Umsetzung aufzunehmen. Trump reagierte darauf mit einem überraschenden Appell an Israel, die Luftangriffe sofort zu beenden:

„Ich glaube, sie sind bereit für einen dauerhaften Frieden. Israel muss die Bombardierungen jetzt stoppen, damit wir die Geiseln sicher herausholen können.“

Zwei Jahre Krieg

Der Hamas-Überfall von 2023 hatte 1.200 Menschen in Israel das Leben gekostet. In der Folge des Krieges kamen nach Angaben des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 66.000 Palästinenserinnen und Palästinenser ums Leben.

Trotz massiver internationaler Kritik versucht Trump, sich mit seinem Friedensplan als Vermittler zwischen Israel und der Hamas zu positionieren – ein ungewöhnlicher Schritt, der im In- und Ausland kontrovers diskutiert wird.


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